Freitag, 21. Oktober 2016

[Rezension] Mieses Karma hoch zwei



Mieses Karma hoch zwei


Autor: David Safier
Preis: 18,95 €
Taschenbuch: 9,99 €

ebook: 9,99 €
Seitenzahl: 304
VerlagRowohlt
Mehr Infos: hier
   



Inhalt

Daisy trinkt, faulenzt und bestiehlt auch schon mal ihre WG-Genossen. Marc ist ein arroganter Hollywood-Star. Und beide haben keine Ahnung, was das Wort Liebe eigentlich bedeutet. Als sie bei einem Autounfall sterben, werden sie als Ameisen wiedergeboren. Offenbar, weil sie zu viel mieses Karma angehäuft haben. Daisy und Marc haben nur wenig Lust, fortan als Ameisensoldaten in den Krieg zu ziehen. Außerdem wollen sie um jeden Preis verhindern, dass Daisys bester Freund und Marcs Ehefrau ein Paar werden. Was also tun? Die Antwort lautet: Gutes Karma sammeln, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder nach oben geht! Gar nicht so einfach, wenn man sich nicht ausstehen kann. Und noch viel schwerer wird es, wenn man sich trotz allem ineinander verliebt...  Quelle





   


Wie hat's mir gefallen

Wie ihr unschwer auf dem Foto erkennen könnt, bin ich großer Fan von David Safiers Büchern, da sie charmant und witzig alltägliche Geschehnisse erzählen, aber oft dazu noch ein wenig außergewöhnlich oder "magisch" sind. Magie ist hier keine Zauberstabfuchtelei, sondern äußert sich durch buddhistische Wiedergeburt. Die Grundidee ist aus "Mieses Karma" bekannt: schlechte Lebensgewohnheiten, ein furchtbarer Tod und ein im inneren warmherziger Mensch führen uns zur Wiedergeburt in die Tierwelt. Zu Anfang überwiegen immer noch die miesen Gewohnheiten und die falschen Beweggründe, doch Stück für Stück lernt der Protagonist dazu. Was hier anders ist: es gibt zwei Protagonisten.
    
Daisy war mir gleich von Anfang an unsympathisch. Sie hintergeht ihre Liebsten, behandelt all ihre Mitmenschen durchweg schlecht und lebt nur für sich. Es war zu Anfang schwer zu verstehen, wieso gerade sie die Chance zur Wiedergeburt bekommt. Marc, der attraktive Schauspieler, ist vielleicht nicht der netteste, doch scheint keineswegs so viel mieses Karma gesammelt zu haben wie Daisy. Oder doch? 
Die beiden Protagonisten sind in vielen Dingen unterschiedlich und doch so gleich. Kein Wunder, dass sie sich wie magisch voneinander angezogen fühlen und es hier und da auch mal knistert. Und kein Wunder, dass sich beide Protagonisten füreinander ändern wollen.
Fast interessanter jedoch fand ich die Nebenhandlung zwischen Marcs (Ex)Frau und Daisys bestem Freund, die in der Welt der Menschen zueinander finden. 
   
So spannend, witzig und gelungen ich alle Stufen der Reinkarnation in Tierform fand, so befremdlich und unpassend fand ich das letzte Viertel des Buches, welches sich mit der Reinkarnation in zwei Menschen befasst. Hier scheint alles zu gewollt und zu Happy-Ending-mäßig, dabei war es mir in allen Punkten zu viel und doch zu wenig. Zu kitschig und doch zu wenig Platz für aufkeimende Emotionen. Alles wirkte auf einmal so starr und vorherbestimmt, dass ich wenig Lust auf das Ende hatte. Schade, da hatte ich mehr erhofft. 
      
Gut zu wissen
Man muss nicht unbedingt "Mieses Karma (1)" gelesen haben um der Haupthandlung folgen zu können, allerdings würde ich dennoch eine chronologische Reihenfolge empfehlen, da man so die Fußnoten durch Casanova und Co. besser verstehen wird.
    
Für Fans von
* "Mieses Karma" von David Safier
* "Dein perfektes Jahr" von Charlotte Lucas
   
Fazit
Obwohl "Mieses Karma hoch zwei" wieder wunderbar witzige Szenen in der Tierwelt beschreibt, es knistert und emotional stets spannend bleibt, fand ich die schlussendliche Auflösung des ganzen zu mager. Nicht immer muss eine Fortsetzung geschrieben werden.
    
Bewertung 3/5

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