Montag, 19. September 2016

[Rezension] So geht Liebe


So geht Liebe

   


Autor: Katie Cotugno
Taschenbuch: 9,99 €
Hardcover: 15,99 €
eBook: 8,99 €
Seitenzahl: 320
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Inhalt

Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, um ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie; es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt – hofft sie zumindest …



Wie hat's mir gefallen
Man denkt zuerst: was für ein sommerlich jugendlich-leichtes Cover, doch dann entdeckt man den Klappentext. Obwohl dieser viel verrät, rate ich euch dazu, denn nicht jeder mag diese Art von Büchern. Ich schon. Das Buch wird auf zwei verschiedenen Ebenen beschrieben. Nicht zwei verschiedene Protagonisten wechseln sich ab, sondern die Vergangenheit und die Gegenwart. Als Wendepunkt gilt die Geburt von Hannah und alle Handlungen sind entweder in "davor" oder "danach" eingeteilt.

Zuerst dachte ich, dass es keinen Reiz mehr hat, die Szenen aus der Vergangenheit zu erforschen, wenn man doch schon weiß, was passiert. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Nur weil ich ein einziges Resultat kenne, weiß ich weder was genau geschah, noch wieso das geschah. Das "Wie" spielt in diesem Buch eine bedeutendere Rolle als das "Was" - und ist es im realen Leben nicht auch so?

Reena ist verliebt in einen Badboy, der sie kaum zu bemerken scheint. Stattdessen bemerkt er ihre beste Freundin, was Reena beinahe das Herz bricht. Und dennoch versucht sie eine gute Freundin zu sein, was im Teenageralter nicht immer so gelingt, wie man das gerne hätte. Trotz allem kann sie sich Sawyer nicht entziehen. Er bedeutet Gefahr und Leid, er ist unbeständig und hat schwerwiegende Probleme. Und dennoch ist Reene wie magisch in seinen Bannkreis gezogen. Jemand der selbst nie so eine intensive Liebe genossen hat, wie man sie nur durch einen Lebemann wie Sawyer bekommen kann, wird kopfschüttelnd Reena verurteilen. Da ich selbst weiß, wie abhängig man von diesen intensiven Momenten, von den berauschenden Gefühlen und diesem extraordinären Prickeln ist, konnte ich jede falsche Entscheidung von Reena verstehen. Jedes Akzeptieren, jedes Hinnehmen, jedes Ignorieren von offensichtlichen Lügen. 


Und dann gibt es das danach. Reena als Teenagermutter, die eine neue Partnerschaft eingeht und wieder auf Sawyer trifft und sich scheinbar wieder verliert. Oder erst wirklich findet? Es ist schwer dies zu beurteilen, ohne den langen steinigen Weg der Beiden zu kennen. Aber ich sage euch gleich: das Buch ist weder etwas für Romantiker, denn schmachtende Emotionen gibt es hier nicht, noch etwas für zart besaitete, denn Sawyer ist kein Schwiegermutterliebling und wird es nie werden. Leser, die auf eine zarte Liebesgeschichte hoffen, werden mit der harten Realität konfrontiert und finden vielleicht kein Gefallen an den scheinbar alltäglich Situationen, die ungeschönt beschrieben werden. Ich konnte mich selbst wiederfinden in Reena, obwohl ich so ganz anders bin als sie.

Das Buch hatte für mich eine unglaubliche Anziehung. Gerade wegen des Schreibstils, wollte man immer mehr wissen. Was geschah wirklich mit Saywer? Wieso ist er gegangen? Kann sich so ein Mensch wirklich ändern oder sind die Beiden verflucht auf ewig die selben Fehler zu wiederholen? 


Cover/Buchgestaltung
Als ich das Buch bekam, wusste ich nichts von der Hardcovervariante und verliebte mich sofort in das intensive und Farbenfrohe Cover. Doch nach und nach merkte ich beim Lesen, dass das Cover falsche Leseerwartungen schürt und nicht zum Inhalt passt. Der Inhalt ist so viel tiefer und bedeutender, als dieses Cover es je vermitteln könnte. Zudem passt es auch so gar nicht zu Reena. Bitte lasst euch nicht täuschen: Das Buch ist einfach wunderbar, aber keineswegs eine leichte Lovestory.

Für Fans von
* "Vor uns das Leben" von Amy Harmon
* "Maybe Someday" von Colleen Hoover

Fazit
Diese Liebesgeschichte ist so anders und geht doch unter die Haut. Große Gefühle werden durch die harte ungeschönte Realität ausgetauscht, sodass ein authentischer Roman mit viel Tiefe entsteht.
Vorsicht: Das Cover ist trügerisch! Hier geht es nicht um rosarote Liebe!

Bewertung 4,5/5

Kommentare:

  1. Uh, das Buch kannte ich noch gar nicht, hört sich aber echt gut an. Erinnert mich vom Inhalt sehr stark an eins der Bücher von Abbi Glines, ich weiß gerade gar nicht mehr welches das war. Aber das hat mir gut gefallen, ich glaube "So geht Liebe" würde mir auch gefallen, ich halte es mal im Blick :)
    Liebst, Lara.

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    1. Oh nein, nein , nein , nein. Das hat so gar nichts mit Abbi Glines zu tun. Es ist ein tiefgründiges Buch, kein oberflächliches austauschbares Newadult Buch. Auch fehlen die intensiven Gefühle und lobpreisenden Komplimente von Frau Glines - so etwas gibt es hier auf keiner Seite

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  2. Aaaah, ich muss es haben! *.* Und du bist schuld! :D

    Liebe Grüße aus Nicoles Bibliothek

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  3. Das Buch ist mir in letzter Zeit irgendwie öfters über den Weg gelaufen! :D Nach deiner Rezi muss ich es mir jetzt glaube ich doch mal zulegen! :)

    Liebe Grüße von Myri liest

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  4. Hey :)
    mich konnte das Buch leider nicht überzeugen, deswegen konnte ich auch nur 2 Sterne vergeben. Aber freut mich, dass es dir gefallen hat.
    Falls dich meine Meinung zum Buch interessiert, findest du hier meine ♥ Rezension zu "So geht Liebe" ♥

    Liebe Grüße
    Sonia

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    1. Ja, ich glaube gerne, dass das Buch nicht viele Fans haben wird. Wer selbst so einen Mann oder so eine seltsam verquere Liebe nicht kennengelernt hat (und er kann froh sein, wenn nicht), wird die Protagonistin nur wenig verstehen können

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