Donnerstag, 14. Januar 2016

[Rezension] Der goldene Kompass


Der goldene Kompass

His Dark Materials 1


 

Autor: Philip Pullman
Preis: 19,99 € (Hardcover)
Taschenbuch: 5,95 €
eBook: 8,99€
Seitenzahl: 464
Verlag: Carlsen
Weitere Infos: Hier




Inhalt
Lyra lebt als Waise im College von Oxford und hat als einzigen Verwandten nur ihren Onkel Lord Asriel. Eines Tages besucht er Lyra in Oxford, bricht aber bald zu einer Expedition in den hohen Norden auf. Er will das rätselhafte Phänomen "Staub", der die Menschen umgibt, näher erforschen.
Zeitgleich verschwinden immer mehr Kinder. Kann dies ein Zufall sein? Als auch Lyras Freund betroffen ist, macht sie sich auf den Weg in den Norden und macht eine Entdeckung nach der anderen. Ob es die Brücke zwischen den Welten wirklich gibt?

Wie hat's mir gefallen
Ich liebe die "His Dark Materials" Reihe, die zwar oft Kindern empfohlen wird, aber doch eher als Jugendbuch eingestuft werden sollte. Obwohl Lyra noch sehr jung ist, passieren in dem Buch einige brutale und blutige Kämpfe und auch das Kinderverschwinden könnte für einen sehr jungen Leser etwas zu düster sein.

Lyra lebt in einer Art technisiertem Parallel-Oxford, welches sich in einigen Dingen von unserer Welt unterscheidet, aber im groben ähnelt. Nicht nur die Religion spielt in der Welt eine große Rolle, sondern vor allem die Dæmonen prägen das Weltbild. Jeder Mensch besitzt von Geburt an einen Dæmon, der in Tiergestalt die Seele des Menschen widerspiegelt. Lyras Dæmon Pantalaimon hat noch keine feste Tiergestalt, da sich dies erst in der Pubertät äußert. Ihr werden den putzigen Dæmon lieben lernen, denn er bringt nicht nur etwas magisches in die Handlung, sondern auch viel Witz und Charme.

Auf Lyras abenteuerlicher Reise trifft sie auf viele Personen, die einem wirklich ans Herz wachsen. Allen voran Iorek Byrnison, der sprechende Panzerbär und Serafina Pekkala, die Königin der Hexenclans des Nordens. Doch nicht immer trifft Lyra auf Freunde, obwohl man nie so leicht zwischen "Gut" und "Böse" trennen kann. Der Leser muss sich immer selbst eine Meinung bilden und merkt schnell, dass niemand immer NUR "Gut" oder "Böse" ist.
Sehr schön fand ich die Wendungen des Romans, welche stets die Spannung aufrecht erhalten. Niemals hätte ich mit solchen Offenbarungen gerechnet oder solchen Handlungssträngen. Der Autor überrascht immer wieder, vor allem gegen Ende.

Der Schreibstil ist angenehm, jugendlich, spannend und durch viel wörtliche Rede geprägt, weswegen man wirklich schnell voran kommt. Einige Szenen sind wirklich brutal und sehr real beschrieben, was mir durchweg gefallen hat. Ich fühlte mich jederzeit Zuhause in der Welt von Lyra und konnte mir alles aufgrund der detaillierten Beschreibungen sehr gut vorstellen.

Alles in allem ist "Der goldene Kompass" ein gelungener Start in eine phantastische Reihe, die ich Fantasyfans nur ans Herz legen kann. Gerade der fiese Cliffhanger gegen Ende führt dazu, dass man sofort den nachfolgenden Teil lesen möchte.
 
Cover/Buchgestaltung
Ich liebe dieses neue Hardcovercover, denn es ist erwachsener, reifer, düsterer und magischer als die Vorgängerbücher. Im Zentrum steht der Alethiometer, also der goldene Kompass, der dem Träger, der es lesen kann (so auch Lyra) immer die Wahrheit zeigt.
 
Gut zu wissen
1. Der goldene Kompass
2. Das magische Messer
3. Das Bernstein-Teleskop

2007 wurde das Buch mit Nicole Kidman und Daniel Craig verfilmt. 

Für Fans von
* "Spiderwicks"
von Holly Black
* "Die Chroniken von Narnia"
von C.S.Lewis


Fazit
Fantasy vom Feinsten! Nicht nur jugendliche sollten hier zugreifen, denn der Autor entführt in eine magiische, teils brutale Parallelwelt, die anziehend und spannend ist. Lyra und Pantalaimon sind zwei durch und durch sympathische Charaktere, die den Leser durch eine handlung voller Spannung und Wendungen stets begleiten.

Bewertung 4,5/5 

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi! Klingt wirklich toll das Buch.
    LG Sandra

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Ingrid,

    ich kannte den Film vor den Büchern und muss sagen, dass mich die Trilogie insgesamt doch eher enttäuscht hat. Der erste Band war jedoch der beste der drei. Ich kann dir nicht sagen, warum es bei mir nicht gefunkt hat. Vielleicht ist auch ein Reread nötig, der vielleicht auf ein anderes Urteil hinausläuft :)

    Das Hardcover sieht wirklich sehr schön aus. Ich habe die Taschenbücher in der Zuberversion, die doch sehr kindlich aussehen, was meiner Meinung nach nicht wirklich für die Trilogie angemessen ist.

    Viele Grüße
    Jacy

    AntwortenLöschen