Donnerstag, 8. Januar 2015

[Rezension] Endgame. Die Auserwählten von James Frey

Endgame 1

Die Auserwählten


 

Autor: James Frey
Preis: 19,99 € (Hardcover)
ebook: 9,99€ 
Seitenzahl: 592
Verlag: Oetinger
Mehr Infos: hier 





Inhalt

Seit tausenden von Jahren trainieren die zwölf Abkömmllinge der ersten Zivilisation für Endgame, das Spiel um Leben und Tod. Niemand weiß, wann es beginnt und wo es beginnt. Nur eins ist sicher: Endgame wird alles verändern und wird den Tod für den Großteil der Menschheit bedeuten.
Als die zwölf Meteoriten auf die Erde eintreffen, Millionenschäden verursachen und zahlreiche Menschen töten ist klar: das grausem Spiel hat begonnen. Die Auserwählten müssen das erste Rätsel entschlüsseln und zum ersten Treffpunkt reisen. In China treffen sie auf das Wesen keppler22b, welches ihnen Mittels Telepathie jeweils einen anderen Hinweis zu Endgame gibt.
Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt. Die Zeit verrinnt.
Wer wird den Schlüssel als erster finden?
Wer kann Endgame gewinnen? Kann ein solches Spiel überhaupt Gewinner hervorbringen?

Wie hat's mir gefallen

Das Buch beginnt sehr mysteriös mit Rätseln über Rätseln. Der Autor versucht von Beginn an zu verdeutlichen, das Endgame mehr als nur eine Geschichte ist, sondern das es real und vor allem nicht aufzuhalten ist. Stück für Stück lernt man die zwölf Spieler kennen, die alle sehr unterschiedlich mit Endgame umgehen.

Zu Anfang fiel es mir wirklich schwer mich zu konzentrieren. Es gab so viel wissen aufzusaugen. Was ist Endgame? Welche Rätsel müssen die Zwölf lösen? Was hat es mir den vielen Abbildungen auf sich? Aber das schlimmste war für mich: Wer ist wer? Erst viel zu spät habe ich am Ende des Buches das Personenregister gefunden (Mal ehrlich, wer blättert schon bis zum Ende durch? Man will sich doch nicht selbst spoilern!), welches wirklich hilft sich zurecht zu finden. Ich gestehe, ich habe das Buch sogar für zwei Monate abgebrochen. Die vielen Rätsel, die für das Buch irrelevant sind, haben mich abgelenkt. Die zahlreichen Protagonisten haben mich durcheinander gebracht. Doch sobald ich wieder zu lesen begann war eins klar: es war ein Fehler abzubrechen. Wieso? Endgame hatte mich endlich in seinen Bann gezogen.

Hat man sich ersteinmal mit der Situation und den vielen (teilweise unausprechlichen) Namen gewöhnt, so kann man gar nicht mehr genug von Endgame bekommen. Ich habe von Anfang an mit zwei Protgonisten sympathisiert und ihre Geschichten ganz besonders verfolgt. Andere Charaktere verabscheue ich abgrundtief und war geschockt über ihre Gleichgültigkeit, ihren Hass und ihre Taten. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie unterschiedlich sich Endgame auf Personen auswirken kann, wie es Menschen aneinanderschweist, wie es Menschen zu Spielfiguren macht und wie grausam Menschen sein können. Hut ab für solch eine Charaktervielfalt. Hier ist definitiv für Jeden etwas dabei!

Auch wenn die Handlung nicht durch und durch spannend ist und sich manche Szenen schier unendlich ziehen, wird es niemals langweilig. Wie in einem Film, wenn die drohende Musik ansetzt zu spielen, weiß man als Leser bei den eher 'unspannenden' Szenen: gleich passiert etwas Großes oder etwas Schreckliches. In jedem Kapitel horcht man auf und schaut genauer hin, denn alle Details sind wichtig. Was ich besonders mochte, waren die realen Schauplätze wie Göbekli Tepe, Stonehenge und Co. Während ich gelesen habe, habe ich viel recherchiert, mir die Schauplätze näher angesehen und verschiedene Mythen darüber gelesen. James Frey schafft es, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass Endgame real ist, dass es passieren könnte.

Was mir besonders gefiel war der Schreibstil. Trotz das schreckliche Dinge passieren, kaltblütige Morde geschehen und sich brutale Szenen abspielen, schafft es der Autor durch eine geschickte emotionslose Schreibweise zugleich spannend und nicht zu schockend zu schreiben. Obwohl unschuldige Menschen sterben, ist man emotional nicht so involviert, dass man nicht weiterlesen mag. Es gehört zu Endgame dazu und gerade das arbeitet James Frey unglaublich geschickt heraus. Trotz der Kälte bewahrt der Autor die Menschlichkeit einiger Charaktere und gerade dieser waghalsige Seiltanz ist ihm hervorragend gelungen. Ich bin total geflasht.

Das Ende hat mich überrascht und ich musste mich innerlich von einem liebgewonnenem Charakter verabschieden.
Aber so ist Endgame. Es kann nur einen Gewinner geben.

Cover/Buchgestaltung

Der Buchumschlag ist goldglänzend und haptisch sehr interessant. Darunter verbirgt sich ein schwarzes schlichtes Buch, was für meinen Geschmack mehr Details hätte haben können (z.B. goldene Schrift).
In dem Buch gibt es zahlreiche Zeichnungen, Abbildungen, Fotos und Rätsel, die sehr schön anzusehen sind und das Buch gut illustrieren, obwohl die Abbildungen nicht immer direkt etwas mit der Handlung zu tun haben.

Gut zu wissen
 

Hierbei handelt es sich um Band 1 des Reihenauftaktes.
"Endgame" ist ein crossmediales Produkt der Extraklasse. Zu jedem Charakter gibt es eine eigene Website und Google+ Seite. Es gibt viel Zusatzmaterial wie das Buch "Das geheime Wissen von Endgame: Schauplätze - Mythen - Fakten" oder Shortstories.
Schaut doch auch mal auf der offiziellen Website zu Endgame vorbei.

Für Fans von
* "Gated"
von Amy Christine Parker
* "Mazerunner" von James Dashner

Fazit
 

James Frey hat mit "Endgame" ein crossmediales Leseerlebnis geschaffen, welches vor Brutalität, Mythen und actionreichen Szenen strotzt. Auch wenn es nicht immer leicht war den vielen Protagonisten zu folgen, hatte ich viel Spaß beim Lesen und freue mich sehr auf die Fortsetzung.
Tipp: Nur lesen wenn man keine schwache Nerven und Zeit zum kompletten durchlesen hat ;).

Bewertung 4/5


Kommentare:

  1. Huhu :)

    Ich fand auch, dass es ein wirklich interessantes Projekt ist - super spannend!

    Liebe Grüße,
    Marie

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    1. Ich bin super gespannt, wie es weitergeht. du auch?

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