Mittwoch, 31. Dezember 2014

[Rezension] Something like love


Something like love

Wenn dich die Liebe findet

 

Autor: Susane Colasanti
Preis:
14,99 € (Hardcover)
eBook: 9,99 €
Seitenzahl: 320
Verlag: Arena
Weitere Infos: Hier







Inhalt
Erin ist unsterblich in Jason verliebt. Zwischen ihnen läuft es perfekt. Jason findet Erin cool, aber in dem Moment, als er Erins beste Freundin Lani kennenlernt, weiß er: Richtig tiefe Gefühle hat er nur für Lani. Lani glaubt an das Schicksal, die große Liebe und an ihre Freundschaft zu Erin. Um keinen Preis will sie Erin verlieren. Doch wie lange wird sie ihre Gefühle für Jason noch unterdrücken können?      Quelle

Wie hat's mir gefallen
Leider muss ich gestehen, dass mir das Buch so gar nicht gefallen hat. Alles fing sehr leicht und jugendlich an. Lanis beste Freundin verliebt sich in Jason und die beiden werden ein Paar. Auch wenn sich Lani einredet, dass sie nicht auf Jason steht, so ist dem Leser von der ersten Seite an klar, dass sie ihn mag und sie später ein Paar werden.

Lani, die Protagonistin des Buches scheint zuerst sehr sympathisch, vernünftig und scheint eine gute Freundin zu sein. Je weiter man liest, desto mehr merkt man wie scheinheilig sie ist. Sie ist derart illoyal ihrer Freundin gegenüber, badet sich aber später im Selbstmitleid, als sie schlecht behandelt wird von ihr. Selten war ich so angewidert von einer Protagonistin. Sie beweist nicht nur, dass sie kein Rückgrat hat, sondern nutzt ihre Doppelmoral als Schutzschild.
Auch Jason scheint keinen Deut besser zu sein. Obwohl er mit Erin zusammen ist, zieht es ihn zu Lani hin und er macht keineswegs rechtzeitig (und vernünftig) Schluss mit Erin.
Jede Seite habe ich gehofft, dass Lani endlich aufwacht und bemerkt, dass ihr Banknachbar aus dem Kunstunterricht echtes ehrliches Interesse zeigt. Ob dies geschieht? Das verrate ich natürlich nicht, ein bisschen Spannung muss bleiben.


Wirklich sympathisch allerdings war der schwule Freund von Lani, der stereotypisch noch ein Coming-Out während des Buches hat. Trotz aller Chlichés mochte ich ihn sehr und war froh, wenn er neuen Wind in die sonst so vorhersehbare Handlung brachte.

Ein großer Minuspunkt war die Vorhersehbarkeit. Dadurch wurde dem Leser so viel Spannung genommen, das man wenig Lust hatte weiterzulesen. Hinzu kam die Zukunftsvorhersage durch die Wahrsagertante, die auch noch ein Happy Ending andeutete. So war sogar der bevorstehende Konflikt zwischen Erin und Lani schon vorhergesagt. Schade, schade.

Doch nicht nur die Vorhersehbarkeit war ein Manko, sondern auch das Thema Schicksal, Wahrsagen, Horoskop und Co. Ich selbst bin diesen Dingen nicht abgeneigt und glaube auch an Sternzeichen, positive Energien und ja wieso soll es nicht auch Schicksal geben. Aber Lani geht derart naiv an diese Sachen heran, dass ich nur noch den Kopf schütteln konnte. Alle Fehler die sie begeht, alle Lügen die sie ausspricht, rechtfertigt sie vor sich und ihren Freunden mit dem Schicksal und einer höheren Macht. Aber hat sie nicht selbst entschieden Jason zu treffen? Wieso sagt sie nicht ihrer Freundin die Wahrheit, dass sie nun mit Jason zusammen ist? Wieso lügt und betrügt sie ohne es zuzugeben? Nein, das ist wahrlich kein gutes Beispiel für Jugendliche, schließlich bekommt sie für die ganzen schlechten Taten nicht mal eine angemessene Strafe und wird sogar noch belohnt. 


Alles
in allem war es ein nettes Buch ohne Tiefgang für Zwischendurch. So recht empfehlen mag ich es aber keinem, da hier fragwürdige Moralvorstellungen weitergegeben werden und es auch sonst kaum sympathische Charaktere gibt. Da hat mich das Cover leider getäuscht. Einzig der flüssige und nicht besonders markante Schreibstil führten dazu, dass ich das Buch beendet habe.

Cover/Buchgestaltung
Das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet. Es ist zugleich mädchenhaft, verschnörkelt und detailreich, aber auch leicht und nicht zu schwer. Gerade der reine weiße Hintergrund lockert die Spielereien wieder auf. Man bekommt richtig Lust das Buch zu lesen.Für Fans von
* "Im Pyjama um halb vier" von Gabriella Engelmann
* "Jungs sind wie Kaugummi - süß und leicht um den Finger zu wickeln
" von Kerstin Gier

Fazit

Stereotypischer könnte eine Geschichte nicht sein: Mädchen verliebt sich in den besten Freund der Freundin und macht so ziemlich alles falsch. Leider konnten mich weder die Protagonistin noch der Spannungsbogen überzeugen. Vorallem die allgegenwärtige Vorhersehbarkeit und das ständige Esoterik-Gerede haben mich besonders genervt. Jedoch regt der leichte und flüssige Schreibstil zum Weiterlesen an.

Bewertung 2/5





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