Donnerstag, 30. Oktober 2014

[Ein paar Gedanken über...] Immer dünner werdende Bücher

Was haben diese zwei Bücher gemeinsam, fragt ihr euch? Ich habe tatsächlich relativ willkürlich zwei Bücher herausgesucht um mein Anliegen zu diskutieren, das mir schon lange am Herzen liegt:


Aktuelle Bestsellerbücher werden immer dünner

Alle, die jetzt aufschreien: jaja, ihr habt recht. Das kann man so nicht verallgemeinern. Es gibt immernoch Thriller und Krimis, Sci-Fi Bücher und Co, die sehr dick sind. Ich lese viel aus dem Jugendbuchbereich und merke: es wird immer dünner, teurer und kürzer.

Mir geht es bei einem Buch vordergründig nicht um die Seitenzahl. Ob es nun 200 oder 2000 sind - egal. Ich will gut unterhalten werden, Spaß haben, überrascht werden. Mir geht es nicht darum, 5 Bücher in der Woche zu lesen, damit man dauernd Rezensionen posten kann. Ähm nö. Klar, wer viel liest aus Leidenschaft - super. Ich lese auch manchmal drei Bücher in der Woche oder mehr, wenn ich Zeit habe. Aber nicht weil ich muss. Oder weil ich etwas abarbeite. Sondern weil ich mich in den Geschichten verliere.

Links seht ihr, was ich meine. Nicht jedes Buch muss ein Schinken sein und nicht jedes muss eng bedruckt sein, aber wie oft habe ich mich auf ein Buch gefreut, hingefiebert und dann öffne ich die Glassichtfolie und heraus kommt ein nur halbbedrucktes Buch mit so großer Schrift, dass ich meine Brille in Windeseile wegschmeiße und zwei Stunden später bin ich schon wieder fertig.

Wieso lese ich dann nicht einfach von vornherein 1000 Seiten Bücher?

Weil ich mich in meinem Genre sehr wohl fühle, mir dir Geschichten gefallen. In letzter Zeit fällt es mir nur immer häufiger auf, wie knapp alles ist, wie sehr der Autor durch die Geschichte rennt. "Gated" war ein gutes Beispiel. Es hätte definitiv keine 900 Seiten haben dürfen, aber das Ende kam so plötzlich - da hätte ich gerne noch 50 Seiten mehr gehabt. Oder einen Ausblick in die Zukunft.

Nur damit ihr nicht denkt, mir geht es um Masse an Seitenzahlen, gebe ich euch ein Bsp. welches mir von der Seitenzahl sehr gut gefiel, auch wenn es eher kurze Bücher waren: Bookless. Mit immer etwas mehr als 300 Seiten hatte mich die Autorin von Anfang an gefangen und es fehlte mir nichts.

Es scheint keinen zu stören - oder doch?


Ich habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema dünne Bücher beschäftigt, habe andere Blogger und Blogleser befragt oder Threads durchgelesen, um denen es um die dicksten Bücher ging, die sie je gelesen haben.
Oft höre ich dann: "Ist doch cool, wenn das Buch nicht so dick ist, da schafft man mehr!".
Autsch. Geht es beim lesen/bloggen echt um "Masse" und "schaffen"? Aber ob ich nun 600 Seiten in einem Buch oder 2x 300 Seiten lese - das kommt doch auf's selbe hinaus - oder nicht?
(Mir geht es nicht sinnlos um Menge an Seitenzahlen, ich hoffe das kommt noch deutlich heraus. Ich frage mich eher warum oft auf Inhalt verzichtet wird - das merkt man als Leser doch deutlich - zugunsten kurzer Bücher und wieso diese merklich dünnen Bücher nicht preislich angepasst werden.)

Geht es nicht ums Lesevergnügen?
Klar muss nicht jedes Buch sinnlos in die Länge gezogen werden. Die Edelsteintrilogie und die Silberbücher von Kerstin Gier sind alle sehr kurz, aber passend.
Doch dann gibt es wieder andere Bücher bei denen ich mir mehr Inhalt, mehr Hintergrund, mehr Wandlungen - einfach Mehr gewünscht hätte. Charaktere sind oft so blass, weil gar kein Platz da ist, dass sie sich entfalten können.

Auf Lesungen haben einige Autoren hinter vorgehaltener Hand erwähnt, das derzeit extrem gekürzt wird. Lange Bücher sind nicht mehr gefragt.

In der Kürze liegt die Würze. Am besten noch im Hardcoverformat.
248 Seiten für 14,99€ .

Ich mochte dieses Buch wirklich sehr sehr gerne und hatte Spaß damit. Es kam mir zwar an einigen Stellen sehr kurz vor, aber nun gut. Nehmen wir an, dass es okay ist, dass es 248 Seiten hat. Wieso kostet es dann (trotz HC) 14,99€?

Lesevergnügen hin oder her - das ist einfach to much und nicht mehr angemessen. Für nicht Mal 2-3 Lesestunden so viel Geld zu bezahlen ist einfach Wucher.

Ärgert ihr euch auch über steigende Buchpreise bei immer weniger Seitenzahlen?


Jetzt argumentieren sicher viele: aber Verlage, Autoren etc. müssen ja auch von etwas leben. Stimmt. Seh ich auch so. Ich lebe als Journalist und Redakteur schließlich auch davon. Mir geht es gar nicht darum dünne Bücher sinnlos zu strecken oder sie für einen Schleuderpreis an den Mann zu bringen, sondern einfach um faire und angemessene Preise. Zwei Euro weniger sind auch noch viel für ein Buch, das sich nach einmal vorsichtig lesen schon schief gelesen hatte.


Ich verurteile niemanden, der gerne kurze Bücher mag ;). Ich freu mich nach 1000 Seiten Schinken auch immer mal auf ein kurzweiliges Buch für Zwischendurch. Aber manchmal ist das Buch schon vorbei bevor ich die Charaktere richtig kennenlernen durfte, bevor ich überhaupt in der Handlung angekommen bin und das ist so unglaublich schade.

Könnt ihr mich ein bisschen verstehen?

Lest ihr gerne kurze oder lange Bücher oder sind euch Seitenzahlen total egal?


Ich freue mich wirklich über jede Antwort. Vielleicht bin ich zu sehr im Genre drinne und bei anderen Genres ist es gaaanz anders. Das ist ja oft so. Man hat zu sehr die Scheuklappen auf.
Ich habe mich mein Regal angeschaut und alle neueren Bücher bewegen sich so im Rahmen 300-500 Seiten - maximal. Eragon, Harry Potter, Herr der Ringe und Co. gehören selbstverständlich eher zu den älteren Büchern.

Vielleicht liegt es auch daran, dass der Trend immer mehr zu Reihen geht. Vermutlich will niemand 3x 1000 Seiten lesen (oder einmalig 1000 Seiten), sondern lieber gestückelt drei Mal 300 Seiten.

Und wenn mir jetzt alle kommen: früher war das auch so. Nope.
Hab extra beim Wochenendbesuch Muttis, Papas, Omas Bücher durchstöbert (und meine 'alten' Jugend- und Kinderbücher). Auch wenn es damals sicher viele 300-500 Seiten Bücher gab, so waren sie aber nicht mit platzverschwenderischen riesigen leeren Rändern gesäumt, sondern schön kompakt und noch angenehm gedruckt. 300 Seiten sahen wie 300 Seiten aus.
Heute gibt es dicke Schinken, bei denen man auf den ersten Blick viel erwartet und dann wurde doch wieder mit Zeilenabständen, Seitenrändern und dickem Papier gemogelt ;).


Nun bin ich auf eure Meinung gespannt. Ich will alles wissen. Gern auch Kritik, Geschimpfe, Gemeckere: Los Gehts ;)

Kommentare:

  1. Hey,
    Ich finde, du sprichst da ein wirklich interessantes Thema an und ich bin da ganz bei dir.
    Zunächst einmal: der Umstand, dass es vielen Bloggern wirklich um Masse geht, ist mir auch schon aufgefallen. Ich sehe teilweise Lesestatistiken, da sind in einem Monat 20 Bücher oder mehr drauf und da frag ich mich, wie geht das. Genauer hingeschaut, sieht man dann die Seitenzahl und dann wundert mich das nicht mehr.

    Ich kaufe meine Bücher bestimmt nicht danach, wieviele Seiten es hat. Wenn mich die Geschichte interessiert, ist es unerheblich, ob 200 oder 800 Seiten. Aber ich muss zugeben, ich greife scheinbar lieber zu den etwas dickeren Wälzern. Man taucht viel tiefer in eine Geschichte ein und lernt die Charaktere lieben oder hassen. Wenn ich ein gutes "dickes" Buch lese und es nicht an einem Tag schaffe, freue ich mich am nächsten Tag darauf , wie wenn ich alte Bekannte wieder treffe.

    Ich danke dir für einen wirklich interessanten Post!!

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    1. Ja genau, hauptsache man hat 20 Bücher gelese. Egal was, egal wie gut - Masse machts. Find ich sehr sehr traurig. Ist schön, wenn man viel schafft - aber geht es echt nur darum WIE VIEL man SCHAFFT?

      Ich greife derzeit auch bewusster zu dickeren Büchern, da mir bei 280-350 Seiten einfach die Teife fehlt. Es fehlt etwas.. nur in seltenen Fällen ist alles rund und stimmig.

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  2. Toller Post! Dabei ist mir gerade aufgefallen, dass ich auch eher dickere Bücher lese. Mein Blog handelt nur ab und an von Büchern, die ich gelesen habe, auch weil ich meinen Blog auf Grund der vergleichsweise wenigen Bücher, die ich lese, gar nicht ausschließlich damit füllen könnte. Ich lese, wenn ich Lust und Zeit habe, und ich sitze an einem Buch auch schonmal mehrere Wochen. Dann gibt es Phasen, in denen ich wieder schneller lese und das hat oft mehr was mit meiner freien Zeit zutun als mit der Qualität des Buches. Ich finde aber auch, es sollte um das Lesevergnügen gehen und nicht um die Seitenzahl oder die Masse, die man in einer kurzen Zeit schaffen kann zu lesen.

    Liebe Grüße, Jasmin

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    1. Erfrischend! Ich such gleich mal deinen Blog. Freut mich wirklich, das es noch Leser mit Leidenschaft (und nicht nur Leser mit Quantität) gibt!!

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  3. Also bei mir triffst du mit deinem Post einen Nerv. Ich finde es generell schon bedenklich, in welcher Richtung sich der Buchpreis entwickelt. 20 Euro für ein HC-Buch finde ich sehr viel, gerade im Kinder- und Jugenbuchgenre. Früher waren das Einzelfälle, besonders dicke oder mega gehypte Bücher (Harry Potter z.b.), aber findet jetzt mal ein HC-Buch, dass nicht 20 Euro kostet... Über Klappbroschur sage ich jetzt mal gar nichts, quasi ein Taschenbuch für 5 Euro mehr -.-
    Dazu ist mir auch aufgefallen, dass die Bücher immer dünner werden und meist merkt man dies den Büchern auch an. Wenn es keine Trilogie ist, wirken die Bücher irgendwie unfertig und wenn es ne Trilogie ist, hat man nach dem Lesen das Gefühl, ein bisschen gekürzt und man hätte auch zwei oder ein Buch daraus machen können (Edelsteintrilogie -.-).

    Dazu kommt, dass ich es liebe, wenn ein Buch viele Seiten hat, wenn es mir gefällt. Ich hab keine Probleme damit drei Bände á 800 Seiten zu lesen, wenn mich dafür die Geschichte umhaut.

    Aber sehen wir der Wahrheit doch mal ins Auge. Obwohl in Deutschland angeblich Buchpreisbindung herrscht, wird auch dieser Markt von Angebot und Nachfrage dominiert. Wenn die Massen nur wenige Seiten lesen können oder wollen, wird sich daran angepasst, ansonsten bleibt man auf seinem Angebot sitzen. Bezahlen genug Menschen 20 Euro für 200 Seiten, werden Bücher zu diesem Preis auch verkauft. Erst wenn die Schmerzgrenze der Masse erreicht ist, werden die Preise nicht mehr steigen. Bleibt nur ein Boykott oder akzeptieren.

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    1. Ja, da hast du Recht. Deswegen weigere ich mich jetzt diese Bücher zu kaufen. Ich werde sie maximal als eBook in der Onleihe leihen, aber ich versuche jetzt davon Abstand zu nehmen.

      Zu viel Geld für zu wenig Seiten - es ist einfach erschreckend.

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    2. Dann sind wir schon zwei :) ich warte meisten aufs Taschenbuch, weil ich es nicht einsehe so viel Geld auszugeben. Außer bei Bücher die ich wirklich ganz unbedignt haben will.

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    3. Vorhin hat Kai Meyer in ner Lesung gesagt, dass das Taschenbuch vermutlich aussterben wird, da der Trend zum HC geht und die Leute auch bereit sind, immer mehr Geld für ein schönes, hochwertiges Buch zu bezahlen. Also wie ich gesagt habe, Angebot/Nachfrage. Deswegen steigen die Preise auch gerade alle an. Ist wohl auch nicht nur unser subjektives Empfinden.

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    4. Ja, HC gerne - aber dann sinnvoll. Seiten der Welt war mir beispielsweise nicht zu teuer, weil es angemessen lang und qualitativ hochwertig gemacht war.

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  4. Hallo ;-)
    Also die Qualität einer Geschichte lässt sich nicht am Seiten Umfang fest machen. Ich muss sogar sagen, dass mich dicke Schinken oft abschrecken, besonders dann, wenn ich mir vorher etwas unsicher bin. Ich möchte meine zeit dann nicht damit verschwenden.
    Was mir allerdings auch ab und zu auffällt ist, dass Bücher optisch einfach viel umfangreicher erscheinen, als sie inhaltlich sind. Ob das jetzt unbedingt sein muss ist die Frage, sieht im Regal meistens ganz gut aus.
    Wenn ich englische Ausgaben mit unseren deutschen vergleiche, dann ist da Qualitätstechnisch ein Himmel weiter unterschied. Das ist mir durchaus ein paar Euro mehr wert.

    LG
    Anja

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    1. Nein nein, mir geht es nicht um grundsätzlich darum, dass viele Seiten gleichbedeutend gute Quali bedeutet.
      Mir geht es darum, dass man ein dickes Buch vermeintlicht kauft und es durch Mogeleien wie Seitenränder und dickes Papier nur so aussieht.
      Außerdem finde ich die neuen Preise erschreckend.

      Und dieses: schau mal ich hab 20 Bücher gelesen. Masse statt Qualität.

      Ich sag ja, es gibt wie Edelsteintrilogie tolle Bücher, die dünn und sehr sehr gut sind. Aber in letzter Zeit hatte ich viele dünne Bücher, die gegen Ende derart schwach waren, weil kein Platz mehr zum erzählen war. Wie Gated..

      Ich gebe gerne viel Geld für Bücher aus. Ich bevorzuge Hardcover. Aber 20 Euro für 300 Seiten, sprich 1,5-2 h Lesevergnügen, sind aber auch happich.

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    2. Ich greife lieber zu englischen TB's als zu deutschen Ausgaben, da die englischen Bücher obwohl sie hierher importiert werden und der Absatzmarkt eher geringer ist, TROTZDEM bei weitem günstiger zu kaufen sind. Ich sage nur die Selection-Trilogie. Da bekommste den wirklich schönen englischen Schuber mit drei Bänden plus Short Stories für 25€. In Deutschland müsstest du, gerade weil es ja wieder als Hardcover vermarktet wird, das doppelte zahlen. Möchte ich das? Nö. Da greife ich dann lieber zum Original :)

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    3. Ja, das werd ich jetzt auch wieder machen. Ich lese super gerne auf Englisch. Selection und Legend zb habe ich gern auf endlich gelesen ;)

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    4. Ich verstehe euch beide =) Irgendwo ist das am Ende auch immer Geschmacksache.

      Was wirklich cool wäre, ist eine Verlagsmeinung zu diesem Thema. Bilden wir uns das nur ein oder wird wirklich gekürzt und designtechnisch aufgepumpt? Und wenn ja, warum?

      Ich befürchte was den Preis angeht, muss man hier vorsichtig sein. Durch die steigende Konkurrenz durch E-Books und englische Bücher, werden hier garantiert keine Preise nach unten korrigiert. Irgendwann ist das einfach nicht mehr wirtschaftlich genug und das wäre echt schade. Ich hoffe mal, dass wir das nicht erleben müssen.

      LG
      Anja

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    5. Habe mich mit einigen Verlagsmitgliedern auf beruflicher Ebene dazu schon unterhalten und immer kam: Leser wünschen keine langen Bücher mehr.

      Schade...

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  5. Gute Gedanken, die ich teile. Was die Seitenzahlen generell betrifft, lese ich glaube ich so eher das Mittelfeld 350-500 Seiten. Alles davor ist für mich eher dünn und alles danach eher dick. Mein dickstes Buch was ich übrigens bisher gelesen haben war "Vom Winde verweht" mit fast 1200 Seiten. Als TB-Ausgabe für 10,99 ;) Wo wir dann auch beim Preis wären. Die Buchpreise sind extrem gestiegen. Vor allem aber auch, weil das Lesen meiner Meinung nach wieder entdeckt wird (nicht zuletzt durch dieses Massen-Lesen)! Was natürlich super ist, aber das hat natürlich auch die Wirtschaft für sich erkannt. Ich finde es mittlerweile schon eine Frechheit, dass dünne Bücher (dünn = 200-250 Seiten) in einer schönen Ausgabe (also notwendigerweise im Hardcover) fast doppelt so viel kosten, wie ein Taschenbuch, was wiederum deutlich mehr Seitenzahlen hat (ob es deshalb besser ist sei jetzt mal so dahin gestellt). Das einzige was die beiden Ausgaben unterscheidet ist doch nur der Umschlag, die Verpackung, wie auch immer man es nennen mag. Und da fragt man sich schon, ob das generell auch so lesefördernd ist, denn ich denke, du bist da nicht allein mit deinen Gedanken und Zweifeln, ob es nun wirklich sein muss 15€ für ein dünnes Buch auszugeben. Da wird sich ein Jugendlicher wahrscheinlich mehrmals im Kreis drehen, ob er dafür sein Taschengeld ausgeben will, was wiederum den Lesetrend massiv staucht. Literatur sollte kein Luxusgut sein, sondern für alle preislich gut zugänglich. Und auch wenn wir Bibliotheken haben und die natürlich eine super Alternative zum gekauften Buch sind: bei uns wurden die Jahresbeiträge nun auch erhöht, sowie auch die Bestseller-Gebühren. Die Preise machen sich also nicht nur in den Buchhandlungen bemerkbar, was halt wirklich schade ist, denn natürlich müssen Bibliotheken das ja auch irgendwie alles tragen und zahlen.

    Wenn ich mir diese ganze Booktuber-Bewegung so anschaue, denn das sprichst du ja in deinen Kommis auch an, geht es gar nicht mehr um den Genuss, sondern nur noch ums Massen weglesen. 20 Bücher im Monat? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Plots bei den Lesern hängen geblieben sind oder dass sie das Buch in irgendeinerweise tiefgehend berührt hat. Und ich denke auch, dass diese Leserschaft die sich dort so ansiedelt ganz bewusst die dünnen Bücher wählt, denn erstens sind die mehr oder minder schnell weggelesen und bei einem 600 Seitenbuch muss man sich doch schon ein bisschen mehr auf die Thematik einlassen, und vielleicht auch mal über das ein oder andere nachdenken (auch hier gibt es sicherlich schlechte Ausnahmen ;))

    Schwierig das Ganze, aber ich persönlich muss auch nicht jeden Buchtrend mitmachen, sondern lese nach wie vor das, was mir gefällt und was mich interessiert. Vielleicht huscht da auch mal ein kleiner Hype rein, der dann natürlich auch nicht immer gut aber auch nicht immer schlecht sein muss. Aber so im Großen und Ganzen bleib ich mir da selbst ein Leserin treu.

    Genauso stört mich diese ganze Reihengeschichte. Momentan kriegst du kaum ein Buch auf dem Markt, was nicht in eine Fortsetzung endet.... Aber die Autoren und Verlage passen sich halt an, das ist jetzt gewünscht und das kann sich gerade gut vermarkten. Wenn noch eine Buchverfilmung bei rumkommt? Wunderbar!

    Sehr schöner kritischer Blogpost, meine Liebe :-*

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    1. Naja aber 500 Seiten ist ja schon super. Man findet ja heute kaum noch Bücher mit der Seitenzahl. Obwohl ich nochmal betonen will, dass es mir weniger um dünne Bücher an sich geht, sondern eher deren preis und deren Hype. Und du hast recht.. ein Taschenbuch darf billiger sein, ok, aber Hardcover sind manchmal unverschämt teuer. Da braucht sich keiner wundern, dass man lieber zu englischen Büchenr und/oder zum eBook leihen greift...

      Ja also ich finde es echt bewundernswert, wenn Blogger so viele Bücher im Monat lesen- Ich lese auch täglich, aber meist hab ich nicht mehr Zeit als ne halbe Stunde/Stunde. Was mich stört, ich hab bei manchen das Gefühl: es geht nicht mehr ums lesne, nicht um den Genuss, sondern einfach darum, wer die meisten Rezensionen bringt und am besten noch am schnellsten, der ist der Tollste. Erschreckend...

      Klar, es ist schwieriges Thema. ich lese ja auch oft mal ein kurzes Buch, aber wenn es preislich wenigstens angepasts wäre, wäre alles nicht so tragisch... Jugendliche können sich doch gar nicht diese Bücher leisten. Ohne jetzt ein neues Thema anzuschneiden: kein Wunder, dass die eBookpiraterie immer mehr steigt...

      Danke für deine Meinung :) Ich bin sehr froh, dass ich nicht alleine dastehe mit meinen Zweifeln ;)

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    2. Waaaahhh .. ja das mit den Reihen ist echt nervig ^^.

      Aber jetzt nochmal zu dem Hardcover/Taschenbuch Vergleich. Ich finde die Verarbeitung ist einfach eine ganz andere und daher denke ich schon, dass der Preis einigermaßen gerechtfertigt ist. Über 2-3 Euro kann man hier meinetwegen noch streiten. Fakt ist einfach, dass Hardcover auch irgendwie langlebiger sind. Zum Beispiel wurden meine Harry Potter Hardcover locker schon zehn mal gelesen und sehen im Regal immer noch top aus. Ich will gar nicht wissen, wie das wäre, wenn wir das mit Taschenbüchern gemacht hätten. Ich schaffe es ja bei dünnen Taschenbüchern und einmaligem Lesen kaum, dass keine Leserillen entstehen. Ich will ja das Buch schließlich auch anfassen und als Begleiter dabei haben =)

      Nach wie vor hat jeder Leser die Wahl, ein Hardcover zu kaufen, auf das E-Book auszuweichen oder auf das TB zu warten. Ich bin natürlich auch komplett dagegen, dass Literatur zu Luxus wird. Ich denke man muss diesen möglichen Trend weiter beobachten. Aktuell sehe ich das noch nicht ganz so kritisch. Aber man sollte aufpassen =)


      LG
      Anja



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    3. Ne ne darum geht es mir nicht. Ich liiiebe HC, kaufe sie super gerne und sogar bevorzugt. Ich gebe dafür gut und gerne und freiwillig auch den doppelten Preis aus. Wegen der Qualität.
      Aber der Preis muss angemessen sein. Da ich aus einem Medienberuf udn Medienstudiengan komme, kenne ich mich damit ganz gut aus und weiß, was so ein HC klosten darf - und was nicht.,
      Aber back to topic. Mich stört es nicht, wenn ein Buch dünn ist, oder ein HC dünn ist. Mich stört es eher, wenn das dünne HC künstlich aufgebauscht wird um es dicker WIRKEN zu lassen. Nur damit es dicker AUSSIEHT und man mehr dafür verlangen kann

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  6. Hey!
    Um ehrlich zu sein habe ich mir noch gar keine Gedanken um das Thema gemacht. Aber als ich eben in mein Regal geschaut habe, da musste ich feststellen, dass du vollkommen recht hast!! Die Bücher werden dünner, aber dafür immer teurer. Ein gutes Beispiel dafür ist die Klappbroschur, die meiner Meinung nach keine 15 € aufwärts gerechtfertigt ist. Und dabei hat das Buch dann meist "nur" 300 Seiten oder so...ich muss aber auch gestehen, dass mich dicke Bücher, wie z.B. die Chroniken der Untwerlt (und generell viele aus dem Arena Verlag) aufgrund der Dicke etwas abschrecken. Sie sind eben nicht so schnell zu lesen wie ein 250 Seiten TB. Von daher finde ich es nicht mal so schlimm, dass viele Bücher dünner sind. Aber natürlich weiß ich, worauf du hinauswillst. Mich stört es auch, dass man durch Vergrößerung der Schrift, Dicke des Papiers etc. mehr Masse erzeugen will, um es teurer verkaufen zu können...scheint ja alles nur noch um Profit zu gehen :(
    Interessanter Beitrag!
    LG
    Ebru

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    1. Verrückt, oder?? Nun frage ich mich, liegt es am Leser, am Autor, am Verlag?? Schwierig schwierig...

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  7. Ich sehe das ähnlich wie du und finde es schade, dass neuerdings viele Bücher recht dünn sind und künstlich zu mehr Masse aufgebauscht werden. Ganz schlimm fand ich auch die Zeit, wo solche Brief- bzw. E- Mail Romane in waren, da bekam man ja gleich gar nichts für sein Geld...
    Für weniger als 300 Seiten zahle ich auch sicher keine 20€, das ist es mir absolut nicht wert, denn dafür kriege ich ja schon wieder 2 Taschenbücher ;)
    Bei Jugendbüchern finde ich wenige Seiten noch ok, das soll ja die jüngeren Menschen anregen ein Buch in die Hand zu nehmen und bei dicken Schmökern sind ja viele erstmal abgeschreckt.
    Ein richtiges Buch beginnt für mich ab ungefähr 300 Seiten, vorher ist es eher eine (Kurz)geschichte ;) Ich lese auch mal richtig fette Schinken mit 1000 Seiten oder mehr... allerdings habe ich dann immer Angst, dass es sich zieht oder an manchen Stellen langweilig wird... wer so ein dickes Buch gut und spannend füllen kann, der hat es echt drauf!
    Und so dünne Jugendbücher leihe ich mir dann meist in der Bibliothek, da kann man nur sparen ;)

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    1. Ja, weniger Seiten sind okay - aber können sich Jugendliche die Bücher überhaupt noch leisten?? Ich könnte es nicht..

      Leihen ist da echt eine super Alternative

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    2. Mit den Briefromanen kann ich dir zustimmen! Ich habe vor kurzem "Sehen wir uns morgen?" gelesen und da waren nur auf jeder zweiten Seite 2-3 Sätze. Nach einer halben Stunde hatte ich das Buch durch und das ganze kostet dann als Hardcover bestimmt 17 Euro. Da war ich dann wirklich froh, dass ich das Buch gebraucht gekauft hatte. So viel Geld für 30 Minuten Unterhaltung zu verlangen ist fast schon eine Frechheit!

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  8. Ui, ein sehr spannendes Thema, da möchte ich nun doch mal was zu sagen, obwohl ich eigentlich eher stille Leserin deines Blogs bin. :)
    Ich gehöre auch zu den Lesern, denen die Seitenzahl schnuppe ist. Klar ist mir aufgefallen, dass es doch immer mehr eher dünnere Bücher gibt und 600 Seiten schon eher selten geworden ist, von noch dickeren Büchern mal ganz zu schweigen... und es gibt ja auch viele, die werden von Seitenzahlen über 300 abgeschreckt? Hallo - 300 Seiten ist doch eigentlich nichts, meiner Meinung nach. Klar, ich schaue auch bei der Statistik, wie viele Bücher ich so lese, behalte aber immer die Seitenzahlen im Auge und die sind mir eben auch wichtig. Ich finde es auch schade, dass da nicht beim Preis bercksichtig wird, wenn das Buch recht dünn ist. :( Auch, dass manche Bücher recht dick wirken, dann aber gar nicht soooo dick sind, ist vermutlich dafür da, dass es optisch nach viel aussieht im Regal... ob die Schrift aber besonders groß, klein, mit viel Zeilenabstand etc. ist, ist für mich auch nicht sooo wichtig, klar, angenehmer zu lesen ist es, wenn die Schrift nicht winzigst ist und der Zeilenabstand nicht total gedrungen, aber es muss auch nicht riesig sein, das mag ich nicht. Ich denke, manchmal wird ein Buch künstlich kurz gehalten und dadurch findet man nicht zu den Charakteren bzw. es fehlt einfach an Tiefe und mal ehrlich, besonders im Fantasy-Bereich, wo eine komplett fantastische Welt erklärt werden muss, benötigt man etwas Vorlauf und da darf es dann auch gerne dicker sein.
    Ich weiß auch noch, dass ich bei Harry Potter happy war, wenn das nächste Buch noch dicker war als sein Vorgänger und war leicht enttäuscht als Band 6 NICHT dicker war als Band 5 - da fühlte ich mich ja fast betrogen um Seiten, dafür war dann Band 7 wieder annehmbar. :D ;)

    Danke für das Thema und schön, dass es auch Leser gibt, die dicke Bücher lesen und sich nicht davon abschrecken lassen. :) Ich muss auch sagen, "dicke" Bücher haben mich bisher nie enttäuscht oder sich in die Länge gezogen (außer die Blechtrommel von Grass, aber mit dem werde ich eh nicht warm). :)

    Liebe Grüße,
    deine "stille Leserin" AnnaBerlin

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    1. Ach schön zu lesen, dass es Leser gibt, denen die Seitenzahl absolut schnuppe ist. Freut mich sehr.
      Oh Gott, von 300 Seiten schon abgeshreckt? Bisher kannte ich nur dieses 'Wenn es mehr als 500 Seiten hat, ist es mir zu stressig'

      Jaaa mit Harry Potter ging mir das auch so ;)

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  9. Hi,
    Interessante Punkte, die du da ansprichst. Ich bin im YA-Genre eigentlich gar nicht unterwegs und bin daher eher unbedarft, was die kürzeren Bücher und größeren Seitenränder angeht. Wenn ich mir meine gelesenen Bücher dieses Jahr anschaue, habe ich aber auch deutlich weniger dicke Bücher gelesen, obwohl ich das früher einmal sehr ausgiebig getan habe.
    Es gibt einige Genres/Bücher, da macht mir die Kürze nichts aus, weil sie der Geschichte angemessen ist. Ich denke hier vor allem an literary fiction, wo es oft nicht viel Plot gibt und es mehr um Charakterstudien geht, als darum, wie sich die Charaktere entwickeln. Bei anderen Genres erwarte ich aber einfach mehr Plot, mehr Charakterentwicklung, etc. und bin der Meinung da sollten es schon 350 Seiten mindestens sein. Muss ja nicht jeder Roman 800 Seiten haben, aber 350-500 Seiten ist für etwas, wo es um den Plot geht, schon notwendig, sonst kann man ja gar keine vollständige Geschichte erzählen.
    Was ich an deinem Post besonders erfrischend fand, ist dass endlich mal jemand in Frage stellt, ob es wirklich beim Lesen und Bloggen auf Masse ankommen sollte. Ich habe erst Anfang des Jahres angefangen zu bloggen und dadurch dann auch wieder angefangen regelmäßig und viel zu lesen, in letzter Zeit habe ich mir aber einen solchen Druck gemacht, viel zu lesen, dass ich den Spaß am Lesen verloren habe. Das war geradezu Freizeitstress und überhaupt keine Entspannung vom Job mehr. Ich finde es echt toll, wenn einige Leute so viel und so schnell lesen können, ich kann es aber einfach nicht und werde es jetzt auch nicht mehr versuchen. Lesen ist mein Hobby, ich möchte nicht, dass es sich anfühlt wie Arbeit oder zum Zwang wird. Ich finds toll, dass das mal angesprochen wird!
    Ich kaufe nur extrem selten Hardcover, da sie mir grundsätzlich zu teuer sind, aber das Buch, dass auf deinen Fotos zu sehen ist, ist echt heftig, so wenig Text pro Seite, so wenige Seiten und dann der Preis, den würde ich nicht bezahlen. Ich glaube auch nicht, dass die Autoren an solchen versteckten Preissteigerungen beteiligt werden, wenn es so wäre, fänd ich den Preis immer noch überhöht, aber ich könnte mich eher mit ihm anfreunden.
    Liebe Grüße
    Alesha

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    1. Ist die Geschichte angemessen, ist mir die Seitenzahl egal. Manchmal können auch nur 100 Seiten überzeugen. Z.b. Die Mechanik des Herzens war sehr kurz, aber unglaublich packend und gut.


      Ich blogge ja auch erst seit 1,5 Jahren und merke wie groß der Druck ist. Das man rezensieren muss. Und das finde ich ehrlich gesagt abartig. Das ruiniert die Leidenschaft und das will ich nicht. Ich würde es auch nicht schaffen. Aber nein, ich will es auch nicht. Ich will aus Spaß lesen. Aus Freude bloggen. Und nicht weil ich muss. Weil andere unglaublich viel lesen und sinnlose Maßstäbe setzen.

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  10. Hi!
    Ich hab mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen ...

    Im Prinzip ist mir die Seitenzahl egal, aber unter 200 mag ich eigentlich weniger gerne, unter 300 hab ich selten ein Buch in der Hand (oder auf dem Reader)
    Warum ich keine kurzen Geschichten mag? Ich weiß es nicht. Ich mag einfach länger was von der Geschichte haben. Klar gibts auch mal Bücher zwischendurch, die kurz sind und die mir auch gefallen, das sind aber eher Zufälle.

    So wie du es beschreibst fällt mir grad keins ein, also mit großer Schrift oder halb leeren Seiten - komischerweise fällt mir oft auf, dass bei vielen die Seiten sehr dick sind und die Bücher dadurch wie Wälzer wirken, dabei haben sie nicht mal 500 Seiten ^^
    Und dann gibts wieder die historischen Romane mit den dünnen Seiten, die sind im ganzen genauso dick und haben 1000 :D

    Was ich nicht so nachvollziehen kann ist, wenn jemand vor einem 1000 Seiten Buch zurückschreckt, aber ständig Trilogien liest und wie gebannt auf die Fortsetzung wartet ... Drei Teile von ner Trio sind das gleiche wie ein 1000 Seiten Buch :)

    Dass du angesprochen hast, dass es bei manchen Bloggern nur um "Masse" geht, ist schon befremdlich ... und schade eigentlich. Ich selber freu mich natürlich schon, wenn ich viele Bücher geschafft habe, einfach weil meine Wunschliste wächst, mein SuB wächst und ich die vielen tollen Bücher noch lesen möchte ^^
    Ob das jetzt 3 Bücher mit 1000 Seiten sind oder 10 Bücher mit 300 Seiten ist mir eigentlich egal. Die dicken Wälzer schieb ich allerdings auch ein bisschen vor mir her, weil es einem einfach so viel vorkommt, obwohl es Blödsinn ist. Wie gesagt, eine Trio ist genauso lang.

    Die meisten Bücher, die ich lese, würde ich auf 350 bis 450 Seiten schätzen, das find ich auch eine angenehme Länge. Aber wenn mich ein Buch interessiert, schau ich nicht auf die Seitenzahl (außer es sind weniger als 100 - seh ich auch immer öfter, das ist mir dann irgendwie zu kurz ^^)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ich freue mich auch super wenn ich viele Bücher lesen, ich mag nur dieses "schaffen" nicht ;-)

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    2. Als Beispielbuch siehe oben die Fotos ;) 'Was ich dich träumen lasse' ist ein gutes beispiel dafür

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  11. Du hast sooo Recht damit!! Ich dachte immer, ich wäre die Einzige, die sich über sowas aufregt! Ich finde es auch total bescheuert, dass die Bücher immer teurer werden. Sogar einige Taschenbücher kosten mittlerweile um die 15/16 €, nur weil sie dann ein etwas größeres Format haben. Und dann nur 200-300 Seiten?
    Ich stimme dir da voll und ganz zu und find das auch einfach total schade.
    Mir ist klar, dass es nicht preiswert ist ein Buch herzustellen und ich weiß auch, welche Kosten alle gedeckt werden müssen. Aber trotzdem wird es immer teurer und argh! :D
    Wir haben schließlich auch keine Esel im Keller die Geld schei**n. :P
    Schöner Beitrag! :)

    Liebste Grüße,
    Nicki

    http://nickisbuecherwelt.blogspot.de

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    1. Ja, genau - ich bezahle ja gerne viel für Bücher und kaufe sie lieber statt sie zu leihen. Aber man kann ja auch nicht einfach mit dem Geld um sich schmeißen ;)

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  12. Hey,
    also da kritisierst du ja eigentlich auch die Autoren, die dir in ihrem Buch einfach zu wenig Inhalt geben. Das kannst du ja so auch nicht generalisieren. Das ist auch ein bisschen gemein. :(
    Zu den Preisen: Mh ja Deutschland hat den Buchbindepreis, da müsste man schon ganz weit oben ansetzen um was zu bewirken. Aber es macht ja auch mehr Aufwand ein Hardcover zu fertigen als ein Taschenbuch.
    Wer entscheidet, ob ein Buch jetzt als HC oder TB rauskommt, weiß ich ja auch nicht, und weiß auch nicht woran es liegt, aber die Autoren möchten ja auch verdienen und heutzutage gibt es ja auch die Möglichkeit des eBooks (wobei ich die eBook-Preise unvershcämt teuer finde. Manchmal nur 1€ weniger als das HC und DAS ist wirklich Schwachsinn :D).
    Es gibt sowohl lange zähe Bücher als auch kurze spannende. Das liegt wohl am Autor selbst. ;) Und manchmal werden kurze Bücher mit HC sogar noch gestreckt. zB Wenn der Schnee dein Herz berührt ist ultra groß geschrieben und es sind trotzdem nur 230 seiten oder so. da wären es eng nur so 180? :D
    Wahrscheinlich eine Endlosdiskussion. ;)
    Liebe Grüße, Liss

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    1. Mhm ich verdiene selbst mit dem Schreiben meine Brötchen und weiß wie hart es ist kritisiert zu werden. Aber ich wollte keineswegs nur auf den "bösen " Verlagen rumhacken, sondern alle betrachten. Sicher werden Autoren auch gekürzt und das nicht wenig - kenne ich selbst zu gut. aber man muss ja nicht alles mit sich machen lassen und ja auch Leute mit wenig Geld haben das Recht. ;-)

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  13. Genau das ist mir auch schon aufgefallen. Dass die Schrift immer so riesig ist und so viel Platz auf der Seite gelassen wird, stört mich dabei am meisten. Da kauft man ein Buch und erwartet eine Geschichte, die wirklich 300 Seiten umfasst und dann hätte man den gleichen Inhalt auch auf 200 Seiten packen können. Diese Täuschungen finde ich fast schon frech. Man bezahlt ja praktisch für mehr als man bekommt. Hätte ein Buch 250 Seiten und wäre dabei noch normal und "platzsparend" beschrieben, hätte ich ja kein Problem damit. Dann weiß man ja, worauf man sich einlässt. Aber so? Ich habe aufgrund der Preise sowieso überhaupt keine Lust mehr, Hardcover zu kaufen, sondern greife eher auf Taschenbücher oder die englische Ausgabe zurück. Die Amerikaner schaffen es nämlich noch, eine Seite komplett zu bedrucken.
    Ich lese am liebsten mittellange Bücher mit 350 bis 450 Seiten. Da hat die Geschichte genug Zeit, sich zu entwickeln und die Charaktere können genug ausgearbeitet werden, aber es wird nicht ZU lang. Womit ich nicht meine, dass man zu lange zum lesen braucht, sondern dass es künstlich in die Länge gezogen wird. Das merkt man bei Reihen heutzutage ja auch. Da hätten 2 Bücher gereicht, um die Handlung unterzukriegen, aber weil Trilogien so beliebt sind, wird schnell noch ein drittes Buch dazugedichtet.
    Jedenfalls kann ich deinen Post total verstehen und bin deiner Meinung. ;)

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  14. Juhuuu Ingrid,

    ich bin erst jetzt auf deinen Beitrag gestoßen und stimmt schon das mit den Preisen.

    Ich selbst bin immer ein Liebhaber des dicken Buches, meistens bekomme ich da einfach mehr Geschichte, ich kann mich in die Welt leben, mich zurückziehen.

    Ich lese zum Beispiel gerne die Reihe von Kim Harrison (Blutreihe) Ich glaube da bewegen sich die Bände alle zwischen 500-800 Seiten.

    Ein Traum wenn das immer so wäre. Der Preis ist auch recht hoch mit seinen 15 € aber da weiss ich eben auch was ich habe.

    Ich denke das der Preis auch viel mit der Auflagegröße zu tun hat (vermute ich mal) Viele Autoren berichten über kleinere Auflagen die ausgehandelt werden. Die Gesellschaft neigt dazu Bücher heute "In" zu finden und nach einigen Wochen kräht kein Hahn mehr danach.
    Wir Blogger sehen das denk ich etwas anders, aber kalkuliert wird ja nach Nachfrage.
    Niedrige Auflage - höherer Preis. Gerade bei kleineren Verlagen fällt das ins Gewicht.

    Ich persönlich gehe da wirklich nach Kosten/Nutzen vor, wenn ich in den Buchladen gehe.
    Für ein 200 Seiten Buch gebe ich keine 15-20€ aus. Da gebe ich lieber das Geld für ein dickeres Buch aus, das mich länger beschäftigt (muss ja nicht schlechter sein) als wie für das Wunschbuch, das als Backenfutter für zwischendurch erweist.

    Das auf den Blog ... dieses schaffen muss... regt mich auch auf, aber es bringt nichts, darüber zu diskutieren, das es wirklich eine persönliche Einstellungssache ist.

    In den Muss Bereich kommt man, wenn man gierig ist, klar ist es sicher meist das Wunschbuch was man unbedingt haben will/ lesen muss. Allerdings würde ich das nicht unter Zwang machen, wo bleibt denn da der Spass. Ich persönlich kalkuliere in meine Rezensionszeit immer wieder Bücher mit ein, die ich ein 2. und 3. Mal lese, eben weil ich total verliebt bin :-)
    Ich finde oder habe bemerkt, das meine "Selbstverliebten" Rezensionen auch die sind, die bei den Lesern gut ankommen. Man transportiert seine Gefühle eben in seinen Zeilen immer mit. Das sollte man echt überdenken.

    Ansonsten, ich hab schon 20 Bücher gelesen oder wie kürzlich nur 5, das kann echt variieren und sollte nur am Spass zu messen sein, den man beim lesen hatte.

    Um zum Thema zurückzukommen.... ich denke lesen ist Luxus. Oder eben "Buchkauf"
    Ich bin gespannt, wo das Buch generell in 10 Jahren steht.


    LG Katja

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    1. Ich kann das sehr gut mit dem Kosten/Nutzen verstehen.

      Klar ist Lesen Luxus ;) Ich werde auch nichts ändern mit dem Beitrag, aber ich mzsste es mir mal von der Seele reden. Hätte ja auch sein können, ich sehe es als einziger so und andere sehen es ganz anders.

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    2. Hihi, warum solltest du da was dran ändern, ist doch supi :)

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  15. Ich glaube das hängt aber auch stark vom Genre ab. Ich lese z.B. sehr gerne High Fantasy Bücher, da findet man selten welche unter 600 Seiten. Da stimmt dann auch das Preisleistungsverhältnis. Wobei es auch Autoren gibt, da wird dann schon versucht mehr rauszuholen, wenn sie gebunden für 24,90 € erscheinen.

    Aber bei Jugendbüchern ist mir auch aufgefallen, dass sie immer dünner und teurer werden, Es war mal der Einheitspreis für gebundene Jugendbücher bei 16,90 €, nun geht es munter hoch bis 19,99 €. Gerade bei "Was ich dich träumen lasse" dachte ich mir auch, 280 Seiten für 15 € puhhh. Wenn ich will lese ich das in 2,5 Stunden. Ganz schön viel Geld für wenig Lesezeit.

    Umso erschreckender, wenn die Nachfrage auch noch Richtung kurze Bücher geht. Da würde es mich nicht wundern, wenn zu lange Manuskripte direkt abgelehnt oder deutlich gekürzt werden. Ich hoffe, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt! Ich lese gerne lange für mein Geld.

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Ja, das finde ich auch schade, wenn dann lange Manusskripte abgelehnt werden würden...

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  16. Mein erstes Buch hatte als Manuskript stolze 108.000 Worte, und der Verlag, der sich endlich entschloss, es zu nehmen und zu drucken, hat nicht gekürzt. Kein einziges Wort. Die haben sich in die Story verliebt, und am Schluss waren es 480 Seiten. Bisher hat die Länge von "Fluchmond" (Regional-Fantasy, die im Schwarzwald spielt) noch keinen Leser gestört. Ganz im Gegenteil.

    So sehr sich meine Augen freuen, wenn sie sich nicht durch einen winzig klein geschriebenen Text mühen müssen, finde ich es auch ärgerlich, wenn man mir magere 200 Seiten mit Großdruck und bestürzend wenig Geschichte für bestürzend viel Geld andreht. Das spricht von der Faulheit mancher Autoren und der einfallslosen Geldgier vieler Verlage.

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    1. 480 Seiten ist super - ich such das Buch gleich mal ;)

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  17. Ein wirklich interessantes Thema und ich kann dir nur zustimmen.
    Das Seitenzahlthema ist mir auch schon aufgefallen. Ich lese sehr gehre Bücher zwischen 300 und 400 Seiten ... einfach nur, weil ich das als angenehm empfinde. Da ich nicht immer so oft zum lesen komme und an einem ü500 Buch wochenlang lesen würde könnte ich die Lust daran verlieren. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wenn mich das Buch wirklich fesselt. Die Harry Potter Bücher oder Eragon zum Beispiel.

    Was mich mehr stört als die wenigen Seitenzahlen ist der Preis. Ich stehe auch öfter da und schaue bei einem Hardcover mit 230 Seiten auf den Preis und denk mir .... ah lieber doch nicht.

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    1. Seitenzahlen sind wirklich egal - angemessener Preis ist aber wichtig und das scheint es in letzter Zeit nicht immer zu gehen. 15 Euro für Taschenbücher... heftig. Oder 20 Euro für dünne Hardcover.. auch schlimm.

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