Freitag, 4. Juli 2014

[Rezension] Barfuß ins Glück


 

Barfuß ins Glück

 

Autor: Roxanne St.Claire
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
eBook: 8,99 €
Seitenzahl: 448
Verlag: Egmont Lyx
Mehr Infos: hier
Leseprobe: <<klick>>





Inhalt
Laceys Heim am Barefoot Bay wurde bis auf seine Grundmauern von einem Hurrikan niedergemacht. Vor den Trümmern ihres Hauses stellt sie fest, dass dieses Unglück ihr neue Türen öffnet: sie will von dem Geld der Versicherung ein B&B eröffnen. Sie engagiert niemand anderen als den renommierten Architekten Clay Walker, bekommt aber den jüngeren, attraktiven Sohn, der verwirrende Gefühle in ihr auslöst. Männer haben gerade absolut keinen Platz im Leben der jungen Mutter, doch es kommt immer anders, als man glaubt...

Wie hat's mir gefallen
Lacey hat es nicht leicht: zuerst wird ihr Haus, ihre Erinnerungen und alle Besitztümer zerstört, dann bekommt sie nicht den gewünschten Architekten, das Dorf steht nicht hinter ihren Bebauungsplänen und auch in Sachen Liebe will nichts klappen, wie sie sich das vorgestellt hat. Besonders der junge und attraktive angehende Architekt Clay Walker Junior macht ihr Leben noch komplizierter.

Die Grundgeschichte des Buches fand ich wirklich nicht schlecht, allerdings gab es einiges was mich doch etwas störte. Die Autorin erwähnt ununterbrochen, wie muskulös Clay und wie vollbusig Lacey ist. Zudem scheint der Architekt keine Tshirts zu besitzen und auch Lacey erscheint (zwar ungewollt) oft in sehr knapper Kleidung. Ja, wir wissen es, die beiden sind mega heiß - das muss man dann doch nicht auf jeder zweiten Seite beschreiben. Als ich schon dachte, ich bin genervt von dem Buch und der Handlung, hat die Autorin ein Schnippchen geschlagen und mit einer Handlungswende viel aufholen können. Alles wird auf einmal komplizierter und komplexer und ich konnte mich ehrlich gesagt wieder besser hineinfinden. Auch wenn ich bei einem derart romantischem Mädchencover nicht solche erotischen Szenen erwartet habe, hatte mich dann doch der Lesefluss gepackt und ich wollte wissen wie es endet.

Aber das Ende... nein, das war mir dann doch wieder etwas zu viel und zu weit hergeholt. Es war einfach einen Tick zu übertrieben - in jeglicher Hinsicht. Für den holprigen Anfang und das kitschige Ende gibt es von mir einen Abzugspunkt, aber ich denke, das Contemporary-Liebhaber hier auf ihre Kosten kommen und vollauf zufrieden sind.

Grund dafür sind die beiden Protagonisten Lacey und Clay. Lacey ist eine starke Mutter, die der sympathisch wirkt und für ihre Ziele kämpft. Sie wird beschrieben, dass sie oft etwas beginnt, aber dann nicht zu Ende bringt. Genau das passte in meinen Augen nicht, denn so schien sie einfach nicht zu sein. Um ihre Pläne zu vollenden steht ihr Clay zur Seite, der charmante Fast-Architekt. Auch wenn hier viele Zufälle auf einmal auftreten, kann man das der Autorin nicht krumm nehmen, denn dadurch wirkt Clay wie der sprichwörtliche rettende Held auf dem weißen Ross. Kitschig, aber passend. Wirklich interessant sind die vielen Nebencharaktere und deren Relevanz für die Handlung. Besonders interessant fand ich Laceys Tochter, ihren Ex-Mann sowie ihre vielen verschrobenen Freundinnen, die ihr jederzeit mir Rat und Tat zur Seite stehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr fließend. Ohne das man es merkt, hängt man an jedem Satz und liest Kapitel für Kapitel. Das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet und war positiv überrascht. Auch wenn ich manchmal meine Probleme mit dem Inhalt hatte, so hing ich doch an den Seiten und bin in einem Ritt durch gewesen. Einzelne Begriffe und Dopplungen, gerade was das Aussehen von Clay und Lacey betrifft, fand ich zwar unpassend und störend, haben aber insgesamt recht gut in die Handlung gepasst.
Abschließend kann ich sagen: ich habe mich gut unterhalten gefühlt, hatte viel Spaß mit den Charakteren, den vielschichtigen Problemen und habe auch um die Liebesgeschichte gebangt.

Cover/Buchgestaltung

So ein bezauberndes Cover, ich liebe es. Aber ich muss eines bemängeln: das Cover irritiert den Leser. Ich habe eine ganz andere Story erwartet und war deswegen etwas enttäuscht vom Buch. Ein anderes treffenderes Cover wäre besser gewesen, dann hätte ich keine falschen Erwartungen an das Buch gehabt.

Gut zu wissen
1. Barfuß ins Glück
2. Barfuß durch den Regen 
(5.2.2014)


Für Fans von

* Nichts als Sonne, Strand und Liebe von Roxanne St.Claire

Fazit

Roxanne St.Claire bietet dem Leser Contemporary vom feinsten: Frau verliebt sich in attraktiven Mann, Probleme treten auf und es wird kompliziert. Auch wenn die Grundidee nicht neu ist, wird die Handlung durch viele kleine Nebenstränge niemals langweilig. Gerade die Protagonisten hauchen dem Buch Leben ein.
Vorsicht: Cover irritiert etwas! Das Buch ist nicht so mädchenhaft, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Bewertung 3/5





Kommentare:

  1. Hallöchen :)
    Ich hatte erst gedacht, dass das ja eigentlich ganz gut klingt, aber wenn ich mir dein Fazit so ansehe, ist das glaube ich eher doch nichts für mich. Ich hasse nicht mehr als so 0815 Geschichten ohne Besonderheiten.
    Und ja das Cover hat mich irritiert, ich dachte es wäre voll das Mädchenbuch :D

    Liebst, Lotta

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    1. Mhm ja eher weniger Mädchenbuch, als ein Buch für zwischendurch. Es ist ganz nett, liest sich leicht und schnell dahin, aber von meiner Seite aus ist es keine besondere oder hervorragende neue Geschichte

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