Freitag, 4. April 2014

[Trip Review] Wien in 72 h

Wie viele von euch wissen, verbringe ich heute meinen letzten Tag in der Metropole Wien. Eine Gesamtreview mag ich gar nicht schreiben, eher ein paar Reisetipps und Anregungen. Wer Wien besucht und wirklich viel erleben und sehen will, sollte 72h einplanen.

Tag 1


Schloss Schönbrunn in Wien
Ich habe meine Tour ganz klassisch mit dem Schloss Schönbrunn gestartet. Da ich selbst schon einige Male im Schloss war, habe ich das Schloss dieses Mal nur von Außen besichtigt. Erkundungsfreudige können sich am Irrgarten erfreuen. Achtung! In Wien kostet jede Attraktion immer einzeln Eintritt, auch wenn sie auf dem selben Grundstück liegt.

Gloriette
Tierpark Wien




Wenn man ein Mal auf dem Gelände ist, sollte man den kurzen Aufstieg zur Gloriette wagen, denn der Ausblick ist grandios. Wer nicht so auf das Geld achten muss, kann hier auch auf einen Kaffee verweilen.




Anschließend waren wir im angrenzenden Tierpark. Hier gibt es Pinguine, Pandas, Elefanten, Quallen, süße Häschen und bald auch Eisbären. Der Preis von 16,50 € (ich rede folgend immer von Erwachsenenpreisen) wirkt erst happig, aber viele kleine Attraktionen wie ein Baumkronenpfad, das Regenwaldhaus und das Polarium machen den Preis wieder wett.
Tipp: Wer sich am Ausgang einen Stempel geben lässt, kann am selben Tag zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal den Zoo besuchen. Gerade bei schönem Wetter ist dies eine gute Möglichkeit zum Entspannen.


Hofburg

Tag 2


Am Tag 2 empfehle ich eine Tour durch die Stadt, denn dort gibt es Vieles zu erleben. Ich bombardier euch jetzt nicht mit Fotos, aber schaut euch die Hofburg an. Dort erfahrt ihr viel über Sissi und wie sie wirklich war (Filme sind eben doch nur Filme) und ihr bekommt für einen passablen Preis von 11,50 € viel geboten. Neben dem sehr schön gestalteten Audioguide bekommt man einen Einblick in die Silberkammer (derzeit leider geschlossen wegen Umbau), Sissi Museum und man besichtigt die Kaisergemächer. Für mich spannender als Schönbrunn, aber das darf man in Wien nicht zu laut sagen. Wer sich für Klitzerkram interessiert, sollte die Wiener Schatzkammer direkt daneben besuchen (Achtung: extra Eintritt - lohnt sich aber). Von dort gibt es nun zahlreiche Möglichkeiten sich umzusehen, sei es der angrenzende Park, das Schmetterlingshaus, die Kirche, die Nationalbibliothek, ... Von dort ist auch die Staatsoper und das berühmte Hotel Sacher nicht weit entfernt. An alle Geocacher: hier kommt ihr mit einem schönen kleinen Multi auf eure kosten und seht schöne Ecken der Hauptstadt.
Wer noch nicht platt ist (ich war es nicht, denn der Cafe Melange gibt immer wieder neue Kraft), sollte unbedingt einen Abstecher zum Stephansdom machen. Ich war anschließend noch in der Kapuzinergruft, in der u.A. Sissi begraben liegt. Für meinen Geschmack etwas zu teuer, aber die Särge sind unglaublich pompös (ich meine es nicht so makaber, wie es klingen mag) und sehenswert. Dennoch ist das hoheitliche Gefühl, das man unter der Erde mit diesen vielen verstorbenen berühmten Persönlichkeiten verspürt unbezahlbar. Wer Gruften liebt, sollte hier nicht vorbeigehen. Vorsicht: Unscheinbar! Wird schnell beim Vorbeilaufen übersehen.


Wien von Oben. Blick vom Donauturm

Tag 3

Tag drei widmet ihr am besten Wien von Oben. Ob ihr das vom Donauturm aus macht oder vom Riesenrad auf dem Prater sei euch überlassen. Ich war auf dem Donauturm (250m, Aussichtsplattform bei 160m) und haben im drehenden Cafe die Esterhazytorte probiert, da mich Sachertorte absolut nicht vom Hocker haut. Anschließend habe ich einen Abstecher zum Prater gemacht. Das Riesenrad ist Kult, aber auch für echte Vergnügungsparkfans ist etwas dabei. Wer es lieber ruhig mag, kann im Madame Tussauds verweilen oder einfach nur (wie ich) was naschen (dazu gleich mehr) und das Ambiente genießen. Tipp: Besucht den Prater am Abend.
Anschließend solltet ihr gaaaanz dringend den Naschmarkt besuchen, denn hier gibt es echt alles. Gewürze, Trockenobst (nein, das ist nicht doof. Probiert mal getrocknete Hibiskusblüte in Honig oder getrocknete Zuckermelone!), Obst und Gemüse, Fisch, Käse, Honig, Wein, Andenken und allerlei zu Essen. Oh ja, viel zu Essen. Seid nicht scheu, probiert und nascht gratis was euch angeboten wird und kauft dann auch nur, was euch schmeckt - niemand ist deswegen böse.

So und wenn ihr ein Mal in Wien seid und bestenfalls an Untergewicht und nicht an Diabetes leidet, müsst ihr alles probieren, was Typisch Wien ist. Sachertorte, Wiener Schnitzel, Palatschinken, Apfelstrudel, Topfenstrudel, ... Kleiner Tipp: Testet mal naturtrübes Radler (Z.B. von Gösser). Ich bin kein Biertrinker, lieber aber dieses Radler!!

Leckerein, die man in Wien probieren sollte




Nehmt jedes Kaffeehaus mit, aber schaut vorher auf die Preise. Ich empfehle Kaffee Melange, das ist Kaffee mit aufgeschäumter Milch. Yummy.

Hier seht ihr die Esterhazy Torte.













Auf dem Naschmarkt habe ich diese herrlichen Macarones entdeckt, aber dort gibt es auch Pralinen und Torten.









Tatsächlich probiert habe ich dann eins mit Caramel und eins mit Himbeere. Adrian mochte das fruchtige lieber, ich kann mich nicht entscheiden. Auch wenn der Caramel Macaron extrem reinhaut, ist er doch sehr zart und süß und lecker.

Sorten gibt es, wie ihr seht, genug.















Auf den vielen Märkten und Ständen bekommt ihr allerhand frisches Obst und Gemüse. Wenn ihr nicht gerade aus einer "teuren" Großstadt kommt, werdet ihr erstaunt sein, wie teuer Gemüse in Wien ist. Da kostet ein Kohlrabi schonmal einen Euro. Aber probiert euch doch mal durch das exotische Obst. Auf dem Bild seht ihr eine Mangostin. Auch wenn das Fruchtfleisch wie eine Mischung aus Knoblauch und Litchi aussieht, schmeckt es "Bunt", lecker, intensiv, fruchtig und sehr süß.







Klassiker. Wiener Schnitzel gibt es aber nicht, wie erwartet, an jeder Ecke.

Solltet ihr eine nette Ecke zum genießen gefunden haben: haut rein. Sehr gut passt dazu auch Kartoffelsalat, der oft ebenso dazu gereicht wird.







Schaumbecher gibt es vor allem auf dem Prater. Was wie ein einfacher Dickmann aussieht, ist wesentlich zarter, schmelzender und cremiger. Definitiv ein MUST!










Nicht typisch Wien, aber gibt es überall: orientalische Süßigkeiten. Mein Fall ist es nicht, aber es ist definitiv etwas für das Auge und ein tolles Mitbringsel für die Freunde. (Liebe Freunde, wenn ihr das lest, ich bringe euch keine Süßigkeiten mit - ich schreib euch aber Karten *g*).





Ganz wichtig: nicht die Topfenstrudel, also Quarkstrudel vergessen.

Ach und: wer viel mit U-Bahn unterwegs ist: vergesst niemals euer Buch ;)

Kommentare:

  1. Hallihallo,

    das war ein schöner Bericht zu Wien. Ich war selbst noch nicht da, fühle mich aber in fremden Städten oft irgendwie verloren. Die geht das offenbar ganz und gar nicht so. Wie schön du es fandest, merkt man an deinem Text und die Fotos sind wirklich schön! Vor allem den letzten Teil mit den Leckereien fand ich interessant! Mhhh! ;)

    Liebe Grüße aus dem Tintenmeer,
    Sandy

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    1. Ich war schon oft in Wien und mag die Stadt sehr. Aber ich mags an sich lieber ländlich, da ich selbst aus einer Ministadt komme.

      Die Leckereien waren aber auch toll <3

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  2. Ohh, das ist aber ein cooler Reisebericht. Und die Mangostin sehen sehr interessant aus ^_^

    Ines von motion picture maniacs

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    1. Oh wie lieb, danke dir.
      Das ist aber auch ne geile Frucht, mega furchtig und super intensiv und süß.

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