Montag, 3. Februar 2014

[Rezension] Spinnenkuss - Elemental Assassin 1

Titel: Spinnenkuss

 

Elemental Assassin 1

 

Autor: Jennifer Estep
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
Seitenzahl: 448
Verlag: Piper
Weitere Infos: Hier








Inhalt
Gin oder auch 'Die Spinne' ist eine erfolgreiche und kalte Auftragsmörderin. Normalerweise passieren der 30-Jährigen keine Fehler und sie tappt nie in eine Falle. Bis jetzt. Ihr aktueller Auftrag stürzt ihr bisheriges Leben ins Chaos, denn die Spinne tappt in eine Falle. Wer will ihr etwas Böses? Wer kennt ihre wahre Identität? Um diese Fragen beantworten zu müssen, muss Gin die Seite wechseln und ungewollte Methoden anwenden. So zum Beispiel die Verbündung mit dem Detectiv Donovan Caine, der darüberhinaus noch ansehnlich und sehr sexy ist.

Wie hat's mir gefallen
Das Buch wirklich ganz anders, wie ich es erwartet hätte. Grober, schockender - leider auch etwas plumper. Die Story an sich gefiel mir sehr gut. Gin ist eine Auftragsmörderin und erzählt auch ein bisschen blutig von ihrem Beruf und ihren Klienten. Das störte mich nicht sonderlich, denn ich wusste, dass dies kein Jugendbuch ist - dessen sollte man sich vor dem Lesen unbedingt bewusst sein. Gin wird schnell in einen Strudel aus Lügen, Korrpution und Gewalt eingezogen. Die Spannung bleibt somit immer konstant sehr hoch und es passiert weitaus mehr, als man erwartet hätte. Wieso? Es ist schließlich Band 1 einer mindestens zehnteiligen Serie - andere Autoren hätten sich mit der Einführung ihrer Charaktere zeitgelassen, Jennifer Estep gibt gleich Vollgas. Sehr schön.
Trotz der guten Story, bin ich nicht so recht warm geworden mit dem Buch. Ich konnte Gin einfach nicht die harte und eiskalte Mörderin abkaufen. Auch wenn immer wieder erwähnt wird, wie hart und eiskalt das ist. Damit kommen wir zum nächsten Punkt: es gibt förmlich keinen Subtext. Gin wirkt nicht durch ihre Handlung kalt und hart, nein es muss immer und immer wieder noch betont werden und da merkt man ja schon, dass da irgendetwas nicht stimmt und nicht ganz glaubwürdig ist. Die vielen sprachlichen Wiederholungen langweilen nach der Zeit, obwohl ich ihren Runninggag "Schlampig, Schlampig, Schlampig." sehr gut fand.

Neben Gin gibt es noch den überaus liebenswürdigen Fletcher, den man als Leser nur vergöttern kann. Er ist wie eine gealterte Version von Leon der Profi, der fürsorglich ist und auch noch kochen kann. Sein charmanter Sohn Finn ist auch überaus reizend, aber Gin steht eher auf den sexy Polizisten. Ich habe durchaus nichts gegen erotische Szenen - wenn sie denn erotisch beschrieben werden. Mir war das alles zu plump, zu grob und auch ein bisschen niveaulos. Die Szenen hatten durchaus Potential, trafen aber keineswegs meinen Geschmack - ich habe mich eher wegen der Ausdrucksweise fremdgeschämt. Jedoch kann ich über so etwas leicht hinwegsehen, da ich weiß, wie groß gerade der Run auf solche Szenen ist.

Alles in allem ist es ein solider Start in eine spannende Reihe und ich freue mich trotz der ganzen Kritik auf den nächsten Teil, auch wenn ich nach dem Ende noch nicht so recht weiß, wohin die Reise hin soll. Die Handlung schien dann doch sehr abgeschlossen, umso neugieriger bin ich auf "Spinnentanz".

Cover

Ganz ehrlich: ich hätte das Buch nie im Laden zur Hand genommen. Die Frau ist wunderhübsch, aber das orangefarbene Zeichen scheint lieblos eingefügt und die schwarze Farbe ist auch nicht so einladend. Typischer Fall von Außen pfui, Innen hui.

Wieso gekauft

Die Rezensionen über dieses Buch haben das halbe Internet überschwemmt und ich wollte mich endlich auch mal ein Bild von dem Buch machen. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Gut zu wissen

"Spinnenkuss" ist Band 1 einer (momentan) 10-teiligen Reihe. Band 2 heißt "Spinnentanz" und erscheint am 14.4.2014

Für Fans von

- "Frostkuss" von Jennifer Estep

Fazit

Die Handlung ist spannend, die Intrigen verwoben und die Hauptcharakter interessant - dennoch konnte ich nicht recht warm werden mit dem Start der Reihe. Trotz plumper Erotikszenen gibt es Licht am Ende des Dunklen: die Nebencharaktere verleihen dem Buch das gewisse Etwas und geben dem Buch Emotionalität. 

Bewertung: 3,5/5 (aber mit Tendenz zur 3)


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