Sonntag, 14. Juli 2013

[Rezension] Maryrose Wood: Poison Diaries (1): Liebe ist unheilbar

Titel: The Poison Diaries

Liebe ist unheilbar

Autor: Maryrose Wood
Preis: 14,95 € (Hardcover)
Seitenzahl: 272
Verlag:
FJB

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Inhalt
Die junge Jessamine lebt zusammen mit ihrem Vater in einer verlassene Kapelle. Das Mädchen wächst einsam auf, denn ihr Vater lebt für seine Heil- und Giftpflanzen. Es ist nicht nur seine Leidenschaft, sondern auch sein Beruf. Er züchtet nicht nur heilende, sondern auch tötende Pflanzen in seinem Garten. Jessamine soll von diesen Pflanzen Abstand halten.
Eines Tages taucht der geheimnisvolle Weed auf. Jessamine verfällt sofort dem Jungen mit den grünen Augen. Das Glück scheint perfekt, aber kurze Zeit später wird Jessamine totkrank. Ist Weed daran schuld oder wird er ihre Rettung sein? Welche dunklen Geheimnisse birgt der rätselhafte Junge in sich?

Wie hat's mir gefallen

Das Buch handelt um 1800 - da muss man sich ersteinmal reinfuchsen. Ein Mädchen wechselt das Einweichwasser von Belladonna und spinnt am Rad. Davon abgesehen ist es nicht schwierig einzusteigen, denn die Sprache ist keineswegs altertümlicher oder sonderlich abgehoben, das man dem Inhalt nicht mehr folgen kann. Alte Heiltränke und giftige Pflanzen passen sehr gut in diese Zeit und ich konnte mir schnell ausmalen, wie der Garten und die Kapelle wohl aussehen mögen.

Die Kapitel beginnen immer mit einem Tagebucheintrag von Jessamine. In diesen kommt immer das Thema Pflanzen und Botanik. Sei es die Pflege der Pflanzen oder die Artenvielfalt, Jessamine erzählt durch sie ihre Geschichte. Man merkt durch die Tagebucheinträge, wie die Zeit vergeht. Das ist meines Erachtens nach eine gute Methode um dem Leser zu verdeutlichen, wie viel Tage seit dem letzten Kapitel vergangen sind und es ist auch wesentlich geschickter, als einfach plump das Datum hinzuschreiben.

Die Personen des Buches sind sehr unterschiedlich. Natürlich hegt man große Sympathie zu Jessamine, schließlich wird aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt. Sie wirkt verschlossen und neugierig, wie eine Blume die langsam ihre Knospen in die Sonne rankt, aber noch nicht ihre Blüte offenbart. Ihr Vater hingegen wirkt manchmal etwas schroff und sieht in seiner Tochter immernoch das kleine Mädchen von damals. Weed hingegen wirkt düster und unnahbar, anfangs konnte ich ihn nicht einschätzen. Umso besser fand ich es, das er später als Erzähler hinzukommt. Nach und nach lernt man Weed und seine spezielle Gabe kennen.

Wer hier nach ewiger Romantik sucht, sollte sich lieber ein anderes Buch vornehmen. Natürlich entwickelt sich eine Liebesgeschichte, aber diese wächst eher zart im Hintergrund wie Dachwurz und sticht nicht plump wie eine rote Rose heraus. Ja, auch zu mir sind die Gefühle nicht vollends übergeschwappt und es ging mir vielleicht etwas zu schnell, dennoch fand ich es gut, dass es kein gefühlsduseliger Roman war. Die Symbolik der Pflanzen war mal etwas Neues und bot Abwechslung.

So schön das Buch von außen ist, so wunderbar ist es auch von Innen. Die Überschriften sind verschnörkelt und mit einem schönen Emblem abgebildet. Auch die Schriftart von Jessamines Tagebucheinträgen ist deutlich und wundervoll durch die kursive Schriftart abgekapselt. Gut finde ich auch die breiteren Seitenrände, denn das istfpr Brillenträger eine wirkliche Wohltat! Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und macht auch neugierig auf den zweiten Band, denn das Ende ist relativ offen gehalten.

Cover
Die Buchgestaltung ist in vielerlei Hinsicht sehr gelungen. Einerseits gibt es diese goldenen Schnörkelreien, die sehr fein sind, andererseits gibt es diese düstere Bild des Mädchens im Hintergrund. Aber das Beste ist nicht der Buchrücken, sondern der äußere Aufdruck auf den Seiten (bei geschlossenem Buch): denn dort sind dunkle Ranken aufgedruckt. So etwas gibt es nur sehr selten und sieht unglaublich hübsch und magisch aus.

Wieso gekauft
Hier zeigt sich wieder, dass ich durch und durch ein Mädchen bin. Mich hat komplett das Cove rüberzeugt und ich habe es gekauft OHNE den Klappentext zu lesen. Mutig meint ihr? Man muss sich auch mal überraschen lassen und auf sein Buchgefühl hören.

Gut zu wissen
Band 2 heißt "Poison Diaries - Liebe ist stärker als der Tod" und ist bereits erschienen. Leider schreibt die Autorin aus persönlichen Gründen keinen dritteln Teil - sehr schade.

Fazit
Dieses Buch bietet eine ganz andere Art von Thematik: Heilpflanzen meets Lovestory. Auch wenn das Buch nicht so gefühlvoll scheint, wird die Bindung zwischen Weed und Jessamine sehr liebevoll beschrieben. Wer einen Faible für giftige Gewächse und düstere Geheimnisse hat, kommt hier vollends auf seine Kosten.

Bewertung: 3/5 Tendenz zur 4




Kommentare:

  1. Ich hab's normal nicht so mit historischen Romanen, aber das hier klingt doch ziemlich interessant!

    Ich habe dich getaggt! Wenn du Lust hast:
    http://mikkaliest.blogspot.de/2013/07/die-liebe-sophia-von-reading-thinking.html#more

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    1. Es ist auch wirklich nicht mit einem historischen Roman zu vergleichen!

      Ich habe es gleich mal aufgenommen und deine Fragen beantwortet:
      http://lebensleseliebelust.blogspot.de/2013/07/tag.html

      LG Inka

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