Montag, 1. Juli 2013

[Rezension] Maggie Stiefvater - Ruht das Licht (Mercy Falls Teil 2)

Titel: Ruht das Licht

 

Autor: Maggie Stiefvater
Preis: 18,90 € (Hardcover)
Seitenzahl: 400
Verlag: Script5
Mehr Infos: Hier











Inhalt
Sam und Grace sind nun eindlich ein Paar, dass die Zeit miteinander genießen kann, denn Sam hat den Wolf in sich besiegt. Er hat nun alle Zeit der Welt und kann Zukufntspläne schmieden. Doch irgendetwas geschieht nach und nach mit Grace. Die Wölfe rufen nach ihr.
Neu ist der Wolf Cole. Geheimnisvoll ist seine Vergangenheut, aber seine Zukunft ist sicher: er will ein Wolf sein und sich vergessen. Er versucht vor seiner Vergangenheit davonzulaufen. Doch ist das wirklich möglich?

Wie hat's mir gefallen
Also ganz von vorn: gelungene Fortsetzung, hat aber wesentlich mehr Schwächen als Teil 1.
Als ich anfing zu lesen dachte ich nur ein: schnarch. Die Handlung kam nicht in Fahrt, alles war FriedeFreudeEierKuchen und irgendwie kam keine Action auf. Ich war schon echt enttäuscht, aber nach des ersten Drittels wurde es besser. Also: bitte durchhalten, das Buch wird noch gut.

Neu sind die Erzählweisen. Nicht nur Sam und Grace kommen zu Wort, nun auch Cole und Isabel. Ich fand es ganz spannend, dass die Handlung aus vier so unterschiedlichen Richtungen geschrieben wurde.
Grace Sicht war wie immer toll und spannend und aufregend. Sie spürte immer mehr den Wolf in sich und verschloss sich vor Sam. Sie liebt ihn zwar, kann aber darüber nicht mit ihm sprechen, denn er ist geheilt und wird nie mehr ein freier Wolf sein. Wieso sie ihn dann anliebt, den Menschen, den sie über alle zu lieben glaubt, versteh wer will.
Sam hat sich nicht großartig verändert. Er liebt Grace immernoch und kann nicht fassen, dass er eine Zukunft hat. Ein bisschen wehleidig das Ganze, aber er hatte auch viel durchzustehen, da dauert es vielleicht etwas länger mit der neuen Situation klar zu kommen. Sam ist weiterhin für Grace da und vermutet das schlimmste. Auch wenn Grace nicht mit ihm über ihre Wandlung redet, befürchtet er das Schlimmste. Wird es ein Happy End für die Beiden geben?

Cole ist neu. Anfangs mochte ich ihn gar nicht, da er durch das Wolfssein dem Leben entrinnen will. Er wollte sogar Selbstmord begehen. Ich denke, ich mochte ihn anfangs nicht, da ich mit diesem Weltbild nicht klarkomme. Ich selbst bin ein positiver und fröhlicher Mensch, was nicht heißt das immer alles rosig läuft. Aber wenn man etwas getan hat, das man bereut, muss man entweder damit leben oder es wieder gut machen. Aber "abhauen" ist keine Lösung, sondern einfach nur feige. Das Leben ist nie leicht. Aber das lernt Cole mit der Zeit, dass Leben leiden heißt und vor allem harte Arbeit ist.
Dabei hilft ihm Isabel, die nun auch häufig aus ihrer Sicht erzählt. Sie ist sehr angezogen von Cole und verbringt Zeit mit ihm, auch wenn sie ihre Zuneigung ihm gegenüber nicht offen zugeben will. Isabell schien anfangs ein Bist, wandelte sich aber doch zum guten Menschen und zur guten Freundin. Sympathische Kehrtwendung, bitte mehr von Isabel!

Die Probleme mit Grace' Eltern wirken etwas gestellt. Grace wird ungewohnt aufmüpfig und teeniemäßig nervig. Ob das nun am Wolfwerden liegt oder am Erwachsenwerden, das weiß ich nicht. Fakt ist: es nervt. Sie wirkt wie eine unzufriedene Göre. Jede Nacht hintergeht sie ihre Eltern, lässt Sam ungefragt bei sich im Bett schlafen und wundert sich, dass ihre Eltern ausrasten. Alle Welt hackt auf ihren Eltern herum, aber ich muss gestehen, dass ich das nicht verstehen kann. Das hat nichts mit spießig zu tun, sondern mit Actio Reactio. Lügen bekommen immer ihre Quittung und die Reaktion ihrer Eltern waren schon ab Band 1 abzusehen. Nun gut, das ist dann wohl ein Punkt auf der Negativliste.

Kommen wir nun zu den Wölfen! Grace wird ein Wolf, das ist von Anfang an zu spüren. Nach und nach wird klar, dass wohl auch Sam nicht auf Dauer geheilt ist. Ich fand diese Wendung wirklich gut, denn es zeigt, dass es keine Gutenachtgeschichte ist, sondern eine Erzählung mit Tiefe ist. Wieso das? Das Schwarzweißdenken ist aufgehoben und eine einfache Lösung gegen das "Wolfsproblem" gibt es nicht. Trotz allem hoffe ich auf ein Happy End, sodass Grace und Sam ein Paar werden können (vielleicht Isabel und Cole) und das der Wolfskrankheit Abhilfe geschaffen wird.

Alles in allem ist es ein gutes Buch. Die von mir angesprochenen negativen Aspekte mögen jetzt den ein oder anderen Abschrecken, aber das Buch hat mir wirklich Freude bereitet. Ich finde nur, dass man wesentlich mehr aus der Handlung hätte herausholen können. Ich bin sehr gespannt auf Teil 3 der Trilogie.

Cover

Romantisch, weiblich, märchenhaft und einfach schön. Doch das Weiß und das kühle Blau lassen schon auf den Inhalt erahnen.

Wieso gekauft

Tatsächlich nur geliehen, aber ich musste einfach wissen, wie es weitergeht und hoffe, ich kann es bald kaufen.

Gut zu wissen

"Ruht das Licht" ist Band 2 der Mercy Dalls Reihe. Band 3 "In deinen Augen" ist bereits erschienen.

Fazit

Gutes Buch mit Schwächen, welches erst gegen Ende richtig Fahrt aufnimmt. Dennoch lesenswert, weil die Charaktere unglaublich an sich wachsen und sich verändern. Und die Liebe um Grace und Sam scheint weiterhin magisch zu sein.

Bewertung: 3/5

 

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