Mittwoch, 17. Juli 2013

[Rezension] Deborah Harkness: Die Seelen der Nacht

Titel: Die Seelen der Nacht


Autor: Deborah Harkness
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Seitenzahl: 832
Verlag: blanvalet
Weitere Infos: hier 
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Inhalt
Diana Bishop ist nicht nur eine anerkannte Historikerin, sie ist zudem noch die Tochter zweier begabten und leider verstorbenen Hexen. Im Alltag versucht Diana ihre Gabe zu ignorieren und macht nicht wissentlich Gebrauch davon, denn sie will mit der Hexerei nichts am Hut haben. Durch Zufall gerät ihr eines Tages in einer Bibliothek in Oxford ein mystisches Manuskript in die Hände: Ashmore 782. Ohne zu wissen, worum es in diesem magischen Dokument geht, wird sie plötzlich von Dämonen, Hexen und Vampiren verfolgt, die das Geheimnis von Ashmore 782 entschlüsseln wollen. Doch ein Vampir scheint besonderes Interesse an Diana zu haben: der unnahbare Mathew Clairmont. Es ist nicht nur hinter dem Manuskript her. Was Diana jetzt noch nicht weiß: dieser attraktive Mann wird ihr bald mehr bedeuten, als ihr eigenes Leben.

Wie hat's mir gefallen
Schon lange Zeit habe ich nicht mehr so lange für ein Buch gebraucht, aber keineswegs, weil es langweilig war oder sich schwierig lesen ließ, nein dieses Buch hat einfach unglaublich viel zu erzählen. Dennoch habe ich wirklich lange gebraucht, um mich einzufinden. Anfangs fand ich den Roman sehr zäh und langwierig und konnte mich nur mit Mühe und Not durchkämpfen. Nach und nach kam Spannung auf und die Geheimnisse horteten sich. Ich kann hier wirklich nur den Tipp geben: Am Ball bleiben, es wird belohnt.

Es ist schwierig, viel über den Inhalt zu erzählen, ohne etwas zu verraten. Diana ist eine Historikerin und liebt ihr Leben in der Bibliothek. Ihr ruhiges Leben wird durcheinandergebracht, als sie auf den charmanten Vampir Mathew trifft. Anfangs konnte sie ihn weder leider, noch richtig einschätzen, doch nach und nach entwickeln die beiden füreinander Gefühle. Doch die beiden haben ein scheinbar schlimmeres Schicksal als Romeo und Julia vor sich: Hexen und Vampire dürfen sich niemals vereinigen.
Ehrlich gesagt, so romantisch und altmodisch Mathew ist und so sehr Diana ihren Vampir liebt, kam mir die Liebesgeschichte teilweise doch etwas zu kurz und der Geschichtsunterricht rückte zu sehr in den Vordergrund. Man merkt leider, dass die Autorin Professorin für Geschichte ist und das lehren leider nicht lassen kann. Etwas weniger wäre hier tatsächlich besser angebracht gewesen.

Wenn das das einzige Problem von Mathew und Diana wäre! Dämonen, Vampire und auch Hexen sind nun auf der Jagd nach Diana, weil sie mehr über das geheimnisvolle Manuskript herausbekommen wollen. Nur Diana konnte das als schon lange verschollen geglaubte Dokument öffnen - sie scheint der Schlüssel zu einem dunklen Geheimnis zu sein. Nach und nach erfährt Diana mehr über ihre Vergangenheit, ihre Eltern und lernt mit Hilfe ihrer sympathischen Tanten, was es heißt eine Hexe zu sein.

Spannend wird es spätestens, als Diana entführt wird. Hier fragt man sich als Leser: wird sie das überleben und kann Mathe sie retten? Es war leider nie so mitreißend, dass ich den Tränen nah war, aber ich hatte doch an der ein oder anderen Stelle regelrecht Angst, dass die Liebe dieses schreckliche Schicksal nicht überstehen kann.

Das Ende ist ziemlich offen und man erwartet förmlich noch einen Teil. Einige Fragen sind noch nicht geklärt, seien es die fehlenden Ashmoreseiten oder der ungezügelte Appetit von Diana - in Band 2 wird noch einiges passieren, auf das man wirklich gespannt sein kann.

Der Schreibstil ist angenehm, aber teilweise sehr langamtig. Die Autorin veschreibt Räume, Orte, Menschen, Gerüche - einfach alles sehr detailliert. Was die einen als eine bunte Malerei sehen, empfinde ich leider als störende Last. Ich möchte lieber mehr über die Handlung erfahren, als über die Kräutermischung eines "Gesundheitstees".

Dennoch hat mich das Buch noch auf seinen letzten Seiten überzeugt und ich möchte so schnell es geht den zweiten Teil beginnen. Insgesamt bietet es eine gute Mischung aus Liebe, Magie, Geheimnissen und ja, auch actionreichen Szenen.

Cover
Ich muss sagen, dass mir das Bild auf dem Cover ganz gut gefällt, mich aber lange davon abhielt, das Buch zu kaufen. Wieso? Es haut mich einfach nicht um und war auch nicht gerade aussagekräftig. Nach dem Lesen fand ich das dunkle grün und die Blumen doch passend und ich hatte den Aha-Effekt (wie so oft).

Wieso gekauft

Ich gehöre tatsächlich zu der Gruppe, die noch nicht die Nase voll hat, von (guten) Vampirgeschichten - dennoch war ich froh, dass es vorrangig um Hexen ging. Das Cover hat mich, wie beschrieben, nicht so umgehauen, umso mehr aber die guten Rezensionen und auch der Klappentext.

Gut zu wissen
"Wo die Nacht beginnt" ist der Titel der Fortsetzung und ist bereits erschienen.

Fazit
Ein romantisches Buch über Hexen, Vampire, Dämonen und ein mystisches Manuskript. Auch wenn das Buch teilweise etwas langatmig wirkt, kriegt es doch immer wieder die Kurve und zieht den Leser mit neuen Geheimnissen in seinen Bann.

Bewertung: 4/5

 

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